We’re Home- comes to life from outa the blue

Jaja, gestern war’s. Nachdem ich am Freitag leider unvorhergesehen noch den ganzen Tag in Bern arbeiten musste, konnte ich mich erst am Samstag um 6:04 Uhr in Bern in den Zug setzen und mich auf die Reise nach Leipzig machen.

Das war trotz zweimaligem Umsteigen so etwas von unspektakulär wie schon lange nicht mehr. In Basel erwischte ich sogar noch einen 8 Minuten früher abfahrenden ICE Richtung Mannheim als jenen in dem ich meinen Platz gebucht hatte. Ich war also überpünktlich für meinen Anschluss nach Fulda in Mannheim. Der spätere ICE dann auch, aber sicher ist sicher und wenn ich schon die Chance habe…

Durch die Verlängerung der Reise mit dem ICE nach Fulda (statt FFM) war dann auch die IC-Ersatzzugstrecke nach Leipzig weniger lang und etwas erträglicher.

Ich muss noch erwähnen, dass diese IC Ersatzzüge nach Leipzig zwar sehr geräumig, die Kopfstützen aber irgendwie total verbaut sind. Die Kopfhaltung die man durch die Kopfstützen einnimmt ist so unnatürlich, dass ich danach und auch am nächsten Tag immer Kopfschmerzen habe.

Zudem schmerzt mich heute mein Rücken, ich sollte nicht immer so viel mit mir herumschleppen. Gestern Früh in Bern war dann auch noch der Aufzug zum Bahnsteig kaputt und ich musste meine beiden kleinen Koffer und meine schwere Tasche zu Fuß die Treppe zum Bahnsteig hinunterbefördern. Nach etwa der zehnten Stufe plötzlich ein Stich im Rücken und ich hätte fast Schildkröte am Rücken die Treppe hinunter gespielt. Ich habe dann bis Basel benötigt, um wieder vernünftig atmen zu können. Irgendwann seht ihr mich irgendwo in der Weltgeschichte liegen und unfähig mich zu bewegen. Winkt mir dann einfach, ich freu mich.

Um 14 Uhr dann in Leipzig knapp dem Weihnachtsmann entkommen. Die Einkaufspassage am Hauptbahnhof in Leipzig vor Weihnachten – Hölle.

Ich hatte den ganzen Tag nichts gegessen und musste nach meiner Ankunft und dem nach Hause bringen der Koffer sofort in den Schoko-Laden meines Vertrauens und habe dort netterweise noch ein Stück der Bûche abgestaubt und ein Glas ausgezeichneten Quitten-Wein mit Isa und Alex und einer Freundin der beiden, die Weihnachtsgeschenke brachte und aussah und redete wie Olive Snook aus Pushing Daisies, getrunken. Sie war übrigens auch ebenso klein wie Olive. Faszinierend.

Also, Schoko-Schock nach drei Wochen Abstinenz. Ausgezeichnet. La Chocolaterie hat übrigens seit wenigen Wochen eine neue Homepage. Ein Lob an alle die diese Page entwickelt haben, wem da nicht das Wasser im Mund zusammenläuft und sie oder er selbst, wenn sie oder er in Leipzig ist, sofort dahin läuft, dann handelt es sich entweder um Ninas Körper oder sonst jemanden der mit Schokolade und Zucker absolut nichts anzufangen weiß. Ihr wisst gar nicht was euch damit entgeht. Speziell Nina, die beim Genuss eines einzigen Bissens Coulant Gift und Galle spuckt, aber selber Kokosbusserl in Fondant tunkt die dadurch “Geil wie Affenscheiße” schmecken. Der Ausdruck alleine verursacht dann meinerseits Brechreiz. ;o)

Zurück am Hauptbahnhof zum schnellen Lebensmitteleinkauf im Bioladen und im Käseladen. Den Menschen im Bioladen muss ich noch den Unterschied zwischen “in der Mitte” und “zwischen” beibringen, ansonsten bin ich der Hölle dann wieder ein weiteres Mal schnell nach Hause entflohen.

Viel los war übrigens auch bei der Post, wobei die Leute doch bitte nicht annehmen werden, dass die Post am Samstag den 20. Dezember aufgegebene Sendungen noch vor Weihnachten zustellt. Bitte. Träumer?

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Mein gestriger Tag in Kürze

Gestern fuhr ich von Leipzig nach Bern über Frankfurt und Basel. Richtung Frankfurt war ich wieder einmal mit dem Bummelzug namens ICE unterwegs. Ich frage mich immer warum sie die Fenster so verriegelt haben, da könnte man jedes Mal so schöne Blumen pflücken.

Den Anschluss in Frankfurt habe ich dann doch erwischt. Sie haben auf uns gewartet. Mein Glück. Wusstet ihr, dass Frankfurt ein Sackbahnhof ist? Ich war der Meinung das ist ein Kopfbahnhof, aber vielleicht habe ich auch einen Sack über den Kopf und sehe deshalb nicht klar.

Im Zug nach Basel, saßen dann nur Mädls in meinem Abteil (nur ein kurzes Stück auch ein Mann). Das war spannend. Davon waren zwei Schweizerinnen auf dem Weg von Berlin nach Zürich und Zug oder in der Nähe von Zug. Sie unterhielten sich über die rüde Ausdrucksform der einen und darüber, dass man Schweizer selbst dann noch an der Sprache erkennt wenn sie Hochdeutsch sprächen. Oh ja, wobei nicht immer, gute Beispiele sind da Jörg Kachelmann oder Dieter Moor (dem ich in Düsseldorf mal in der Wartehalle direkt gegenüber saß, ich habe ihn damals jedoch nicht angesprochen, ich bin feig) oder Bruno Ganz. Wobei bei Bruno bin ich mir nicht so ganz sicher, ob er durchginge.

Das Mädl aus Zürich sprach dann auch mal kurz mit mir, die Reihenfolge der Fragen war etwa so: Woher, Wohin, Und wo lebt die Familie. Schluck. Familie. Was meint sie damit, schoss es mir durch den Kopf. Ich blieb ehrlich und sagte in Wien. Ob das die falschen Antwort war? Denn danach kam nicht mehr viel. Hm. Hätte ich ihr meine Telefonnummer geben sollen?

Spät dann in Bern. Sehr müde, noch heute.

Ich zehre übrigens noch von meinen Schokoladevorräten aus Leipzig. Aber ich habe nur noch einen Coulant und eine Pfeffer-Trüffel und ein Macaron. Ok, da sind noch zwei Praliné und ein Aufstrich dessen Namen ich jetzt vergessen habe. Übrigens Isabelle, bitte dichte die neuen Gläser mit einem Gummiring ab, auf der Reise hat es mir da bei allen Gläsern den Inhalt herausgequetscht.

Ich will jedenfalls nicht an übermorgen denken, wenn dann alles an Schokolade aufgebraucht ist. Ohne Nervenfutter in dieser irren Welt.

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