14. Februar 2009 um 10:41
· © tibits
Abgelegt unter Bern, Heiter bis wolkig, Remember: Das Leben ist nur ein Spiel, Webseries, Daniel Kehlmann, Dollhouse, Frühling, Joss Whedon, Ruhm, Schnee, The Guild, Valentinstag
Was will ich mehr?
Gestern konnte ich das Büro bereits zu einer Zeit verlassen zu der es noch leicht hell draußen war. Was so viel bedeuten kann wie, der Frühling kommt und die Tage werden mit Riesenschritten wieder länger oder ich war wirklich einmal früher dran. Gefühlt war es wohl beides.
Es schneit zwar noch immer mit schöner Regelmäßigkeit jeden Tag, aber dann kommt auch schon wieder die Sonne raus. Das ist momentan ein recht erfreulich anzusehender Wettermix und macht ein bisschen fröhlich. Der Frühling ist nicht mehr fern.
Dann ist heute auch noch Valentinstag, von dem ich als Kind immer angenommen habe, dass er Valendienstag heißt und ich mich die meisten Jahre fragte, warum der immer am 14. Februar ist, da der 14. Februar ganz klar nicht jedes Jahr ein Dienstag sein kann. Rechnen konnte ich, Rechtschreiben wohl noch nicht. Das verhält sich aber heute wie damals. Wobei, nachdem ich in Daniel Kehlmanns Buch das Kapitel mit dem Online-Posting gelesen hatte, wusste ich, es kann mit mir nicht ganz so schlimm sein wie mit der breiten Masse da draußen. Wie war das mit dem Einäugigen unter den Blinden?
Diese Woche gab es übrigens bereits die elfte und vorletzte Folge der zweiten Season von The Guild und gestern startet noch dazu die neue Fernsehserie meines Meisters. Das und ein fast freies Wochenden.
Herz, was willst du wirklich mehr?
Permalink
9. Februar 2009 um 22:33
· © tibits
Abgelegt unter Bern, Lesespaß, Z(Fl)ugbloggen, Daniel Kehlmann, Ruhm


Ich habe mir heute Vormittag den neuen Roman von Daniel Kehlmann
gekauft. Der wurde im Laden wie eine Droge gehandelt und lag nicht öffentlich aus, sondern wurde nur hinter der Theke gelagert und nur auf ausdrückliches Verlangen ausgegeben.
Im Zug von Leipzig nach Bern wusste ich warum. Ich war high, die ganze Fahrt. Nein, nicht die ganze Fahrt. Es hat nur bis Karlsruhe angehalten, dann war ich das Buch durch (knapp 200 Seiten).
Was würde ich Kehlmann fragen wenn ich ihm einmal in Wien über den Weg liefe:
- Wo hast du deine Ideen?
- Wann schreibst du am liebsten?
Und ich würde sagen, ich habe dein Buch zwischen Leipzig und Karlsruhe gelesen, bis Bern hat es leider nicht gereicht.
Wer jetzt fragt: Was soll das?, dem kann ich nur raten kauft euch Ruhm
. Bei Kehlmann scheint sich, so schrieb die Süddeutsche, Genieverdacht zu verdichten. Und das kann ich nur voll und ganz unterschreiben. Es ist faszinierend mit welcher Leichtigkeit er die Worte setzt. Es ist unglaublich wie gebannt ich seine Geschichte in der Geschichte in der Geschichte verfolgen konnte. Nichts hat mich da rausgebracht. Ich könnte nicht sagen, dass man sehr tief eintaucht und sich in der Geschichte verliert, dazu ist es zu rasant geschrieben. Man surft sozusagen auf den Absatz-Wellen, das trifft es viel besser. Dabei steht der Leser total sicher auf dem Brett, bis er am Ende doch ins Wasser fällt. Abkühlung tut gut.
Ich sehe es absolut nicht unverdient, dass sein Buch auf der Short-List für den Leipziger Buchpreis steht. Ich kenne die anderen Bücher nicht, aber wer imstande ist mit einer derartigen Leichtigkeit den Leser gebannt bei der Stange zu halten, der muss den Preis bekommen. Meine Stimme hätte er.
Permalink