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Wenn einer eine Reise macht

Macht. Warum heißt das macht? Tut gefällt mir aber auch nicht.

Right. Freeze-Ray.

Was ist diesmal vorgefallen. Am Donnerstag Nachmittag war ich mit dem Zug auf dem Weg von Bern nach Leipzig.

Mein ICE in Basel SBB stand schon bereit und meinen reservierten Platz hatte ich schon gefunden. Ich war gerade dabei meine Sachen zu verstauen, da steigt eine kleine Gewitterwolke hoch. Mir fehlt etwas Rotes. Ich hatte doch noch etwas Rotes dabei. Mein roter Schal war noch da, aber wo war mein Koffer?

Im Zug von Bern nach Basel SBB habe ich meinen roten Koffer noch liebkost, um ihn dann in Basel SBB in einem Laden in dem ich nur mein dort gekauftes Getränk und meinen Couscous-Wrap im Kopf hatte stehen zu lassen. Wie peinlich und welch Glück, dass die Abfahrt meines Zuges erst in 15 Minuten war. Ich packte also wieder all meine Sachen zusammen und begab mich großen Schrittes in Richtung jenes Laden wo ich den Koffer in eine Ecke stellte, da gerade ein Mann mit seiner riesigen Tasche das Getränke-Kühlregal blockierte und ich mit meinem Koffer da nicht durchkam. Ich kam selbst ohne Koffer fast nicht an dem Typen vorbei der mit seiner Tasche den halben Laden okkupierte. Manche Menschen sind extrem raumgreifend.

Ich also rein in den Laden und da stand er noch. Ein Glück. Die Verkäuferin lächelte und meinte sie hätte eben die Securitrans (die überwachen in der Schweiz die Bahnhöfe) angerufen, man weiß ja nie. Ich erwiderte, ja, man weiß ja nie, merci, nahm meinen Koffer und ging wieder frohen Schrittes zu meinem ICE und meinem reservierten Platz.

Szenenwechsel.

Gestern, Leipzig, Johannisplatz. (Heute Nacht träumte mir, der Johannisplatz schreibt sich Johannispplatz. Warum ausgerechnet so, keine Ahnung.)

Fahrkartenautomat, LVB. Ich.

Ich drücke auf eines der Knöpfchen. Plötzlich kommt mir in den Sinn, hey du kaufst dir ein Vier-Fahrten-Ticket. Gedacht, getan. Leipzig Zone. 7,60 Euro. Nun gut, das war auch schon mal billiger. Der Automat beginnt zu drucken und es dauert eine halbe Ewigkeit bis der Fahrschein heraus kommt. Ich, sehnsüchtig wartend, grabsche nach ihm als er in den Ausgabeschlitz fällt und begebe mich auf die andere Seite der Haltestelle, da ich in Richtung Sommerfeld musste. Genauer gesagt, Edlichstraße. Dabei schaue ich noch einmal auf den Haltestellenplan und ach du grüne Neune. Das ist ja noch Kurzstrecke. Mist 1. Ich kaufe mir also in der Straßenbahn noch ein Kurzstreckenticket.

Für die Rückfahrt brauchte ich dann mein Vier-Fahrten-Ticket und entwerte es. Da fällt mir auf, dass es ziemlich schwierig wird die 3. und 4. Fahrt zu entwerten, da dafür kein Platz auf der Karte vorgesehen ist. Dann sehe ich da “2/4 Fahrtenkarte” aufgedruckt beim Preis 7,60 Euro/2 und Frage mich, wahrscheinlich mit ziemlich verdutzten Gesichtsausdruck. Wo ist meine “2/4 Fahrtenkarte” mit Preis 7,60 Euro/1? Mist 2.

Düsseldorf hat mich verzogen. Dort sind nämlich alle 4 Fahrten auf einem Fahrschein zu entwerten. Leipzig ist da wohl anders und gibt dir bei 4 Fahrten zwei Zwei-Fahrten-Fahrscheine. Jemand da draußen freut sich jetzt über zwei Gratisfahrten dir er im Fahrkarten-Automaten am Johannisplatz gefunden hat. Es kommt ja Weihnachten. Hallelulja.

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Prochain arrêt Genève

Genève

Es ist soweit. Ich bin jetzt seit fast zwei Jahren hier in der Schweiz und was kenne ich von der Schweiz? Bern. Den Bahnhof in Basel. Ein bisschen Luzern vom letzten Fumetto. Den Flughafen in Zürich und ein bisschen die Stadt. Aber sonst, nichts.

Deshalb habe ich beschlossen soweit es meine finanziellen Mittel erlauben die Schweiz mit dem Zug zu erkunden. Das jetzt aber bitte nicht mit dem Kanton zu verwechseln, auch wenn dort die niedrigste Steuerbelastung der ganzen Schweiz vorliegt. Wenn ich nicht irre.

Letztes Wochenende war ich zum ersten Mal unterwegs. Zuerst wollte ich ins Tessin. Da man von Bern mit dem CIS-Alpino in drei Stunden in Mailand ist, dachte ich wird es ins Tessin schon nicht so lange dauern. Das liegt ja auf halbem Wege. Aber ich habe die Rechnung ohne die Berge gemacht die zwischen mir und dem Tessin liegen. Die Züge nach Mailand fahren durch den Simplon-Tunnel und da wo ich hinwollte, Locarno – Lugano, da fahren sie nicht durch den Tunnel, sondern über Stock und Stein. Da der Samstag auch schon leicht fortgeschritten war, der Nebel hier in Bern sich aber trotzdem nicht lichten wollte, disponierte ich kurzerhand um und fuhr statt nach Süden, nach Westen.

Kaum war ich mit dem Zug aus dem Bahnhof von Bern draußen, wusste ich auch schon warum ich noch nie in diese Richtung gefahren bin. Plötzlich sprachen alle nur noch französisch. Nicht glauben, dass ich darüber überrascht war, ich habe es mir schon gedacht. Außerdem wollte ich mit diesem kleinen Ausflug in die französische Schweiz meiner Motivation endlich Französisch zu lernen einen großen Tritt verpassen. Das ist mir im Nachhinein betrachtet auch gar nicht so schlecht gelungen. Ich habe schon ein paar Vokabeln gelernt.

Die Nebelsuppe wollte sich jedenfalls auch bis Fribourg nicht lichten und ich hatte schon Angst mit Genève das falsche Ziel ausgewählt zu haben. Aber mitnichten. Kaum fuhren wir bei Puidoux durch den letzten Tunnel auf dem Weg nach Lausanne war der Nebel nur noch ein Nebel in der Erinnerung. Die Sonne lachte auf den großen Lac Léman und die goldenen Weinberge, dass mir der Mund offen stehen blieb. Da will ich bleiben, war in diesem Moment mein einziger Gedanke. Nojo.

Die Fahrt ging weiter nach Lausanne und über Nyon nach Genève. Dazwischen war eine Gegend mit R im Namen die mir so gut gefiel, dass ich da tatsächlich gerne wohnen würde. Aber das werde ich mir wohl nie leisten können.

Genève war dann wie aus dem Textbuch. Bonzenautos über Bonzenautos, Pelzmäntel über Pelmäntel, Nobelhotel neben Nobelhotel, Uhrenläden in jeder Größe und ein See wie aus dem Bilderbuch. Weiter als bis zum See bin ich beim ersten Mal auch nicht gekommen. Das Wetter war einfach zu schön und mein Hunger nach Wasser so groß, dass nichts dagegen ankam. Ich saß da und starrte die Fontaine an. Lauschte dem Plätschern des Wassers, dem Tuten der Schiffe und dem Gequassel der Menschen rund um mich. Deutsch, Englisch, Französisch und manchmal alles bunt durcheinander.

Auf der Heimfahrt musste ich tapfer sein, denn der Tunnel brachte mich zurück in die Nebelsuppe.

Wenige Bilder dazu sieht jeder der das kleine Bild links oben drückt.

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Reisen ist anstrengend

Was ist am Reisen eigentlich so anstrengend? Man sitzt doch nur herum. Kann sitzen denn müde machen?

Im Prinzip ist das Schleppen des Reisegepäcks das Anstrengendste. Das bringt mich immer zum Schwitzen. So sehr, dass ich am Ende darüber nachdenke, warum ich mich vorher immer dusche. Es ist sinnlos. Zumindest wenn ich davon ausgehe, dass ich ohne zu duschen genauso stinke wie mit und nicht ärger.

23 Uhr
Wind: 0
Temperatur: 21 Grad

Bern. Ihre nächsten Anschlüsse…

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So still, so schön

An Feiertagen ist es immer so schön still. Ich kann schlafen so lange ich will und es ist immer ein besonderer Genuss, das schon am Abend zuvor zu wissen. Dann wird die Nacht wirklich erholsam. Ansonsten bin ich ja allzeit bereit den Wecker zu hören oder den Straßenlärm vor dem Fenster zu beobachten (gibt es ein Wort, das so viel aussagt wie beobachten, damit aber nicht so allgemein gegriffen ist, sondern wie in meinem Beispiel nur das Hören abdeckt?). Wenn der Straßenlärm plötzlich anzuschwellen beginnt, dann ist es jedenfalls an einem Werktag sechs Uhr. Heute ist das alles anders und das ist sehr angenehm.

Mein einziger Termin heute beginnt um 14 Uhr und zieht sich bis etwa 21:30 Uhr. Ich reise nach Leipzig. Von Bern über Zürich, Zürich Flughafen nach Berlin Tegel, dann mit dem Notfall TXL zum Hauptbahnhof (in Berlin wird wieder gestreikt) und von dort mit dem ICE nach Leipzig.

Das nächste Mal fahre ich gleich mit dem Zug. Da bin ich nicht viel länger unterwegs und muss mich nicht mit dem öffentlichen Verkehr in Berlin herumärgern.

Ab heute Abend wird dann genossen. Bei echter Ruhe. Ohne Straßenlärm. Bis Montag. Auszeit.

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EU-Flugsicherheitsvorschriften und neue Handgepäcksregelung II

Ihr solltet gar nicht für möglich halten wie viele Menschen tagtäglich nach Flugsicherheitsvorschriften und neue Handgepäcksregelung suchen und dabei auf meiner Seite landen. Mein Score diesbezüglich scheint schon sehr hoch zu sein. Dabei finden die Leute nicht wirklich viele Informationen dazu.

Deshalb hier für alle leidgeplagten ein paar Tipps.

Die beste Information dazu findet man auf den Flughafen-Homepages selbst. Da ist üblicherweise gleich auf der Hauptseite ein deutlich sichtbarer Link zu den aktuelle Sicherheitsbestimmungen und den EU-Flugsicherheitsvorschriften für Handgepäck. Hier geht es zum Beispiel nach Zürich, gleich mehrsprachig.

In aller Kürze kann ich es aber auch erklären.

Alle Flüssigkeiten und Cremen die in einem mehr als 100 ml fassendem Gefäß ihre Heimat fanden, sind im Handgepäck VERBOTEN. Zumindest alle die man vorher durch die Sicherheitskontrolle bringen muss. Und es gibt fallweise Ausnahmen bezüglich Duty-Free-Produkten. Aber das bitte selbst nachzulesen.

Es nützt übrigens auch nicht zu argumentieren, dass in einem 500 ml Gefäß ja nur noch schlappe 50 ml drinnen seien oder das Gefäß ja nur deshalb mehr als 100 ml fasst, weil da ja noch Treibgas enthalten ist und das ja gar nicht zum Inhalt gehört und gesondert zu betrachten ist. Leere Gefäße dürfen übrigens uneingeschränkt mitgenommen werden. Wer also nicht auf sein Dosenpfand von 25 Cent in Deutschland verzichten möchte, kann die leere Dose oder Flasche ja mit in den Urlaub nehmen und dann auch wieder nach Hause.

Bedenkt auch, dass Wimperntusche, Lippenstifte, auch Lippenbalsam in Stickform zu der Kategorie Cremen zählt, auch wenn sie fest sind. Das haben Cremen oft so an sich, auch mal fest zu sein. Auch Nutella gehört da dazu oder Mon Chéri.

Der flüssige Inhalt der Harnblase und die sonstigen Körpersäfte dürfen übrigens ohne weiteres mitgenommen werden.

Ach ja, die Gefäße bis 100 ml Inhalt müssen bei der Sicherheitskontrolle gesondert vorgewiesen werden. Und es dürfen nicht mehr Gefäße sein, als in einem 1 Liter fassenden, durchsichtigen, wiederverschließbaren Plastiksack platz finden. Diese Plastikbeutel gibt es auf den Flughäfen. In Zürich und Wien sind die gratis zu bekommen, auf deutschen Flughäfen ist man schon weiter, da gibt es Automaten und man benötigt einen Euro und bekommt dafür gleich 2 (in Worten zwei) Plastiksäcke. In ihrem Lieblingsdrogeriemarkt bekommen sie dafür sicher eine ganze Packung. Die Deutschen sind eben geschäftstüchtig. Die Schweizer und Österreicher eher nicht. Aber die Schweizer und Österreicher bringen ihr Geld ja auch nicht nach Liechtenstein. Da muss Deutschland dann natürlich etwas gegensteuern. *hehe* Der war schlecht.

Wer noch fragen hat die die Dokumente in obigem Zürich-Link nicht beantworten darf mich auch fragen, ich gebe mein Halbwissen gerne weiter.

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