Archiv für Wortspenden

Reisefieber

Ja so ist das, wenn man permanent unterwegs ist. Dann kann es einem, so wie mir gerade heute passieren, dass man in seiner Lieblingsstadt (dies mit etwas Zynismus zu lesen, wobei ich mich frage ob etwas Zynismus überhaupt geht) seinen 45. Geburtstag „feiert“. Noch dazu in einem zwar sauberen (da kann man nicht meckern) Hotel, aber doch mit einem Ambiente das bei leicht depressiven Gemütern dazu führen könnte sich hier einfach mal so aufzuhängen.

Aber ich will mich nicht beklagen, hier gibt es gratis Internet und das ist in anderen Hotels (auch bei wesentlich mehr Sternen) nicht unbedingt üblich.

Am heutigen Tag habe ich wieder einmal bemerkt wie sehr mir eine Abhängigkeit von der Zeit auf den Magen schlägt. Seit Wochen wusle ich nur noch in der kleinen Weltgeschichte herum (Schweiz und Deutschland) und hoffe jedesmal zum einen inständig, dass kein neuer Bahnstreik angesagt wird, und zum anderen, dass ich ganz bald ein paar Tage Ruhe finde. An manchen Abenden merke ich sehr stark, dass ich bereits ein alter Knochen bin. ;o)

Aber Weihnachten kommt bald und vom 22.12. bis zum 5.1. habe ich Ferien. Zwar auch mit einer Verpflichtung zwischendurch, aber die werde ich ganz locker nehmen. Ganz, ganz locker. Ganz, ganz ehrlich.

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Ach ja, da war doch noch was

Das schönste Wort der Welt wurde gesucht und man hat es sogar gefunden. Dabei hätte ich ehrlich gesagt lieber hu lu als das schönste Wort gesehen. Sachen gibt‘s.

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Versprochen ist versprochen

Ich habe es versprochen. Eigentlich schon vor Monaten, nein vor Wochen vorgenommen und nie getan. Aber jetzt ist es soweit. Es muss sein. Dies ist der fünfte Anlauf. Jetzt muss es gelingen. Ich bin zu müde.

Heute. Gleich zweimal, nein, zwei Mal. Schrecklich. Zuerst ein Artikel über die missglückte Landung oder war es das missglückte Durchstarten dieser brandneuen MD82 in Phuket? Wohl beides. Diese thailändische Fluggesellschaft heißt. One – Two – Go. Was lese ich? One – Two – Crash. Echt. Wie kommt das?

Dann der Vanille – Milchdrink am Nachmittag. Da steht lösliche Ballaststoffe (Inulin) und was lese ich? Tödliche Ballaststoffe. Insulin hab ich dann aber nicht gelesen. Gut, vielleicht sind diese löslichen Ballaststoffe auch tödlich, was weiß ich. Das auch enthaltene Carragen soll ja laut einer Studie darmkrebsförderlich sein, aber die WHO winkte ab. Darüber hinaus  soll es aber papillomavirenblockend sein. Letzteres jedoch nicht wenn man es trinkt.

Lesen Sie morgen wieder aus der Reihe wie lese ich den größten Blödsinn richtig.

Die eigentliche Geschichte über das Café Korb in Wien gibt es dann im sechsten Anlauf. Ich bin untröstlich.

PS: Dieser Beitrag wurde manuell geblogged, da MacJournal seit meines gestrigen Updates auf die neue WordPress-Version Kommunikationsprobleme mit dem Server hat. Hat jemand eine Idee? Ich konnte noch nichts dazu finden.

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Und wieder Bern, und wieder Wortspenden

Es wird Zeit für ein neues Wort.

Ich habe es vor einiger Zeit in den 20 Minuten gelesen (manchmal lese ich das wirklich), jene Tageszeitung die es hier an jeder Bushaltestelle gratis gibt. Da ist viel Werbung drinnen. Auf jeden Fall gibt es täglich ein Horoskop, zwei Sudokus, vier farbige Cartoons und die Wetteraussichten für die nächsten drei Tage auf einer ganzen Seite in mundgerechten Häppchen serviert.

Ab und an findet man da auch Nachrichten drinnen und ganz zu weilen auch mal ein neues Wort.

Da ich in letzter Zeit so geizig mit Worten war, möchte ich mich heute nicht lumpen lassen und präsentiere gleich zwei Novitäten. *beifallschulterklopfenfröhlicheskopfnicken*

Das erste Wort hat anfänglich nicht nur mich verstört, sondern auch die Schweizer die ich nach der Bedeutung selbigen Wortes gefragt habe. Erst der Duden konnte uns richtig erklären um was es eigentlich geht.

Das Wort im Kontext: „Jemand futiert sich um seine Gäste.“ Ja, die Interpretationen dieses Satzes waren mannigfaltig. Bis hin zu „Jemand -biep- auf seine Gäste.“ Ist ja gar nicht so abwegig wenn man weiß, und hier ist gleich ein drittes Wort, vorweggenommen vor dem zweiten, dass das Fütli hierzulande der Hintern ist. Ich weiß, da gibt es andernorts andere Interpretationen, aber die lassen wir hier mal außssen vor.

Ok, zurück zu futiert. Was sagt der Duden dazu? Der Duden sagt: futiert – sich nicht kümmern. Ist also ein Wort französischen Ursprungs. Ein positives Einwort mit einer negierenden Aussage, oder so. Ein Wort jedenfalls wie es im deutschen Sprachraum nicht vorkommt. Oder kennt jemand ein deutsches Wort mit welchem man ohne „nicht“ einen negativen Zustand beschreiben kann?

Der Satz bedeutet also, Jemand kümmert sich nicht um seine Gäste.

Jetzt aber zum zweiten Wort, das ist tatsächlich wohl aus dem Berndütsch entliehen: Ein währschaftes Maitannli.
Das Maitannli muss ich hoffentlich nicht erklären. Wenn doch, es handelt sich um die Maitanne oder in unseren Breiten besser bekannt unter Maibaum. Aber währschaftes. Das war für mich eine Knacknuss die meine Kollegin aber ohne mit der Wimper zu zucken knackte. Ich war erstaunt. Sie ist nämlich keine Schweizerin und schon gar keine Bernerin, nur einfach schon länger hier als ich.

Währschaftes bedeutet so viel wie stattlich. Also, ein stattlicher Maibaum.

So das ist jetzt aber genug für heute, mir schwirrt der Kopf, denn ich hatte heute viel zu viel zu konzentriert zu arbeiten.

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Wortspenden

Wie freue ich mich. Hier ist eine neue Kategorie die mir schon lange vorschwebt und die ich nun offiziell mit dem Wort Meertrübelichüechli eröffne.

Was kann man dazu noch viel sagen. Zuerst assoziiert man etwas Fischiges, dann überlegt man ob es nicht doch etwas Süßes ist, denn ein Chüechli ist immerhin ein Kuchen oder besser ein Küchlein und es stand als Dessert auf der Speisekarte.

Meertrübeli sind Johannisbeeren oder in Österreich auch bekannt unter Ribiseln.

Dazu habe ich auch eine halbe Erklärung und eine halbe Vermutung in einem Berndytsch-Blog gefunden.

Die Trübeli sind die kleinen Trauben und Johannisbeeren sehen eben aus wie kleine Trauben. Das Meer, wird vermutet, liegt daran, dass die Trübeli ursprünglich aus Asien und daher über das Meer kamen.

Wie dem auch sei. Berndytsch ist immer ein Erlebnis. Demnächst meehr. ;o)

Und wer nicht genug bekommen kann, auf oben besagtem Blog, habe ich auch noch links zu zwei Artikeln gefunden die die Hassliebe der Berner und Zürcher zum Thema hat. Mit noch viel mehr interessanten Worten. Und wer es ganz spannend machen möchte der lese die Artikel nicht nur, sondern höre sie sich auch in der Audioversion an. ;o)

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