Archiv für Sommerurlaub

Mein Geist sträubt sich zurückzukehren und mein Körper macht mit…

Es ist irgendwie die Hölle. Ich habe schon oft erlebt, dass mir eine Reise in Richtung Westen bei der Zeitumstellung kaum Probleme bereitet, aber eine Reise in Richtung Osten mich total auf die Probe stellt. Es kann Wochen dauern bis ich da wieder mit der Uhrzeit übereinkomme und wenn ich mich dann auch noch, so wie diesmal, im Kopf dagegen sträube dann funktioniert das Zurückkommen überhaupt nicht mehr.

Jetzt bin ich bereits seit 6 Tagen zurück und gestern Früh musste ich sehr Früh aufstehen, um mein Flugzeug von Wien nach Berlin zu erwischen. Ich habe mein Flugzeug erwischt, aber ich war die gesamte Reise über müde. So müde, dass ich dann sogar im Zug von Berlin nach Leipzig einschlief. Plötzlich hält der Zug und ich frage mich warum, da sehe ich die Schilder, Leipzig Hbf. Oioioi. Da war ich schnell wach und auch schon draußen aus dem Zug. Nicht auszudenken wenn ich das verpasst hätte und stattdessen erst an der Endhaltestelle in Bamberg den Zug verlassen hätte können. Bamberg. Das ist schlimmer als Hölle.

Habe ich Leser aus Bamberg? Ah, ich hatte. Ok, nichts für ungut.

Für alle anderen, hier könnt ihr euch ein Bild machen.

Gut. 12:30 Uhr. Dann nichts wie nach Hause. Fenster auf. Kleider vom Leib gerissen und ins Bett gefallen. Um 18 Uhr wieder erwacht. Shoot! oder ein Homer Simpson Neiiiiiin! wie es euch gefällt.

Ich musste ja noch etwas einkaufen. Aber jetzt war ich ja wach, alles ging leicht von der Hand und Leipzig war immerhin schon sehr ruhig um diese Zeit.

Gegen 2 Uhr früh war ich noch immer nicht müde und ich musste mich regelrecht zwingen einzuschlafen. Klappte dann auch. Begleitet von wilden Träumen ritt ich also durch diese Nacht. Wobei ich ein paarmal aufwachte und es schon hell draußen war. Während einer dieser Aufwachphasen brachte ich es dann übers Herz nachzusehen wie spät es sei (ich muss dazusagen, ich habe normalerweise ein sehr, sehr gutes Zeitgefühl). Ich schätzte so 10 Uhr. Die Uhr sagte 14:06 Uhr. Ich konnte es nicht glauben. Ich checkte auch noch die zweite und die dritte Uhr, alle sagten 14:06 Uhr. Shoot! oder ein Homer Simpson Neiiiin! zum zweiten Mal an diesem Wochenende.

Wie soll ich am Dienstag arbeiten gehen? Und soll ich mir den Wecker stellen, damit ich den Zug morgen Nachmittag nicht verpasse? In welcher Welt lebe ich?

Das nächste Mal plane ich meine Reise ausschließlich westwärts. Kein Jetlag mehr, ich bekomme Hawaii zu sehen und am Ende gewinne ich sogar einen Tag. Das ist sozusagen eine WinWinWin-Situation für mich.

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Wir beginnen bei Adam und Evelyn

Lieber Ingo,

nach dem Krach den ich zuletzt hatte, war es mir eine Wohltat von dir zu lesen.


Die Seiten flogen nur so dahin und ich kann mich erinnern, dass ich nur zwei Mal überhaupt eine Seitennummer wahrgenommen habe. Es war die 228 und die 312. Die 228 wahrscheinlich deshalb, da ich die Bibelzitate schon satt hatte und die 312 da mir hier bewusst wurde, dass das Ende nah ist.

Du hast mich zwar einige Male mit deinen kurzen Dialogsätzen ziemlich aus dem Konzept gebracht (ich wusste nicht mehr wer jetzt eigentlich was sagt und ich begann die Zeilen zu zählen, um wieder die sagende Person zu eruieren), aber im Großen und Ganzen war ich in der Geschichte verstrickt.

Es wurde an manchen Stellen unangenehm, da ich streitende Menschen vor fremden Personen und die Situation in fremden Häusern zu leben und unausgesprochene Spannungen zu fühlen an sich, mir einen Knoten in den Bauch machen, das jedoch liegt wohl an meiner eigenen Vergangenheit und Art und wirkte wohl wie ein Spiegel in den ich ungern hineinblicke. Wer sieht sich schon gerne selbst im Spiegel, außer ein selbstverliebter und eitler Gockel.

Ich hätte die Menschen übrigens alle zu Nichtrauchern gemacht. Aber das liegt wohl daran, dass ich den Gestank nicht aushalte und mir davon schlecht wird. Aber solange das Geruchsbuch noch nicht erfunden ist (wobei ich auch schon Bücher Second Hand gekauft habe und die unfreiwillige Geruchsbücher waren) ist das nur halb so schlimm.

Ich fand am Ende die Danksagung enorm spannend. Vielleicht liegt das wieder an meiner Stalker-Natur. Ich bin ja so neugierig und Einblicke in Hintergründe füttern diese Neugier ein wenig.

Alles in Allem sage ich Danke. Nicht nur für diese Buch, sondern für all die Bücher die ich von dir gelesen habe. Ich hoffe das Schreiben hat nicht zu sehr geschmerzt und die Texte fließen heraus wie sie beim Lesen hinein fließen.

Auf bald,

Ly

PS: Ich mag ja die grünen Lux-em-bur-ger-li von Sprüng-li lieber als die rosa. Wobei ich mich damit ja schon lange übersättigt habe.

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Wegtuppern

Da war doch ein Schokobrunch, den ich nicht einfach so wie Lu nach einer Woche wegtuppern möchte. Immerhin es sind erst fünf Tage vergangen, ich durchbreche also nicht den Blog-Code. (HIMYMS3 hab ich übrigens durch, Val)

Gut jetzt aber zum Eingemachten, es fing Sonntag früh ja schon gut an. Ich war vom Samstag noch hundemüde (zwei Tage Berlin mit Nina und wir sind nur gelaufen und gelaufen und gelaufen, die Wege zwischen den Straßen-, U-Bahn, Bus und Schnellbahnstationen sind ja so weit auseinander, dann war die U1 noch in Reparatur und die Schnellbahn am Sonntag ohne Strom.) und erwachte trotzdem bereits 5 nach 5. Toll, dachte ich, wenn ich mich jetzt noch einmal hinlege dann verschlafe ich, hundert Pro. Also stelle ich mir meinen Handy-Wecker und gehe wieder ins weiche Bett.

Gut hab ich geschlafen und mich gewundert, dass 3 Stunden (den Wecker hatte ich auf 8 Uhr gestellt), so lange sind und der Wecker noch immer nicht klingelt. Dann die Überraschung. Es war kurz nach 9. Wecker-Check. Scheiß-Wecker. Der stellt sich nämlich automatisch immer auf eine Weckzeit am nächsten Tag. Ich hätte also durchaus noch bis Montag früh durchschlafen können, wenn da nicht der Schokoduft schon in der Luft gelegen wäre.

Ich dann schnell Haare gewaschen, angezogen und zur Sicherheit noch im Schoko-Laden angerufen, denn *tataa* ich wusste gar nicht wann das losgeht.

Ok, Alex sagte, 10 Uhr. Ich sagte, Merci. Sie kicherte und sagte auch was auf Französisch, aber ich hab es nicht verstanden. Egal. Ich musste jetzt schnell machen. Es war ja schon fast 10 Uhr. Ich also los und das ganz ohne Tasche. Ohne mein Leben, auf Gedeih und Verderb der Schokolade ausgeliefert. Eine Gruppe aus sechs, mehr oder weniger, Leipziger Frauen war schon anwesend. Ich durfte mich dazusetzen. Sprach aber nicht viel. Man reichte sich Wasser, für den Anfang. Es wurde dann ganz viel Wasser, anders war das ganz viel Schoko nicht zu packen.

Ich bekam erstmal eine heiße Schokolade. Obwohl es schon ur heiß war. Da muss man aber durch. Zähne zusammenbeißen und schluckweise runter damit. Das war eine Überwindung, sag ich euch. Dann gab es da Quiche mit Käse und einem Kügelchen Schokolade drinnen. Das war vielleicht seltsam. Dann gab es Kekse mit Karamel-Creme und jede Menge Schokoaufstriche zu ausgezeichneten Croissants. Dann war da Erdbeerfrapee und ein Saft aus Orangen, Grapefruit und ich weiß nicht was noch, eventuell Pfirsich oder Aprikose. Es gab noch für den Rest der Damen (für mich nicht) Penne mit Fleichbällchen und Paprika. *huh* sag ich da nur. Und dann kam ein Streuselkuchen mit Ente und Schokolade gefüllt. *hah* sag ich nur, Ente. Auch nix für mich. Dann gab es noch so Schinkenröllchen mit einer Füllung, kann nicht sagen welche Füllung und Zucchini-Röllchen mit einer Füllung, kann auch nicht sagen mit welcher Füllung, hab ich trotz Zucchini nicht gegessen. Es gab noch ganz vieles andere mit immer ein bisschen Schokolade drinnen und eine Sache die war der Hammer. Ein Schokokuchen mit Schokofüllung. Der Kuchen war so flaumig und leicht der ist mir fast vom Löffel geschwebt. Einzig die Schokofüllung hat ihn zurückgehalten. Den hat keine der Damen angerührt, ich habe keine Ahnung warum, der war das Allerbeste da. Nachdem ich ihm das Randstück abgeschnitten hatte fing jedoch die Füllung an herauszuquellen. Das sah sehr spannend aus. Ich hätte davon gerne den ganzen Kuchen aufgegessen, aber ich war schon so satt von den ganzen Kleinigkeiten, dass da gar nichts mehr rein ging. Und dabei kam da noch eine Galette (aus Buchweizen) mit Käsefüllung, als Nachspeise.

Ich war so voll nach diesem Brunch, dass ich nur noch nach Hause rollen konnte.

Am Montag war ich dann wieder da und habe mir Verpflegung für meine lange Reise nach Bern gekauft. Ein Stück Linzer Tarte und zwei so Schokoküchleins mit weißer Trüffelfüllung. Einen dieser Küchleins, deren Namen ich mir nie merke, hat die Frau Nuss im März gegessen und mich kosten lassen, seither bin total verrückt danach. Ich sag immer, nachdem man so ein Teil gegessen hat kann man ruhig tot umfallen. Etwas besseres kommt nicht mehr nach.

Einmal darf ich den Schoko-Laden übrigens noch erleben. Dann heißt es jedoch Abschied nehmen. Von 25.7. bis 31.8. ist der Laden nämlich wegen Sommerferien geschlossen. Die beiden Inhaberinnen fahren nach Frankreich, um zu prüfen ob das was sie von Frankreich in den letzten vier Jahren so gehört haben stimmt. Ob das Essen da tatsächlich so gut ist und die Franzosen wirklich so unfreundlich sind wie alle behaupten. Ich werde sie vermissen, speziell in der einen Woche im August. Da werde ich eine ganze Woche in Leipzig sein und jeden Tag vor geschlossenen Toren stehen.

Jeder der jemals nach Leipzig kommt und auch nur ansatzweise Schoko-Liebhaber ist muss den Laden besuchen. Echt jetzt. Kein Scherz. Macht süchtig. www.la-chocolaterie.de

Bilder gibt es leider keine, ich hatte meine Kamera in meinem Leben zu Hause vergessen und mit der Handy-Kamera wollte ich dann nicht herumfuchteln. Ich hätte sowieso keine Hand frei gehabt.

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Elefantenrüssel und Flummisemmeln

Ok, manche von euch werden mit Flummisemmeln nichts anzufangen wissen, aber gemach.

Ich erinnerte mich eben an meinen ersten Flugurlaub zurück. Das ist schon Jahrhunderte her. Da haben die Gebrüder Wright noch versucht ihre Kisten in der Luft zu halten. Gefühlt, wie immer.

Wir schreiben das Jahr 1973. Ich noch keine 11 Jahre und schon ganze zwei Italienurlaube erfahren. Jenes Italien, das man in Österreich gemeinhin als den Hausmeisterstrand kennt. Facility-Manager-Strand würde man es vielleicht heute nennen. Es war eben der Italienurlaub den sich jeder leisten konnte. Zumindest jeder der ein Auto besaß, um da hin zu gelangen. Ich schweife ab, Italien vielleicht später mal.

Mein erster Flugurlaub hinterließ bleibende Eindrücke. Wir waren mit Bekannten unterwegs und alleine schon der Flug war, da es mein erster war, eine Klasse für sich. Damals waren die Luftwege noch nicht so autobahnmäßig asphaltiert, daher war es ein Bumpy-Ride von einem Luftloch ins nächste. Lies den ganzen Eintrag »

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