Archiv für Leipzig

Bitching around

An manchen Tagen frage ich mich wer ich eigentlich bin. Das sind jetzt nicht jene Tage an denen ich stockbesoffen irgendwo in einer Ecke kollabiere (wobei das auch an diesen Tagen möglich ist, ich mich aber nicht mehr daran erinnern kann), sondern diese langweiligen Sonntage an denen ich spät aufstehe (nachdem ich 11 Stunden geschlafen habe) und dann so gar nicht in die Gänge komme. Da lese ich Comics und Bücher und erkenne, die Helden darin haben alle eine Menge Freunde (manchmal auch Feinde) und ich komme weiter zu der Erkenntnis, dass ich keine Freunde (und auch keine Feinde) habe. Zumindest keine Freunde in dem Sinn, dass sie ständig um mich sind und ich mich permanent mit ihnen und sie sich mit mir auseinandersetzen müssen.

Auch habe ich keine Abenteuer zu bestehen, ich kämpfe bloß jeden Tag ums Überleben, finanziell gesehen. Keiner mag mir das glauben, aber in diesem Punkt bin ich meine eigene Nemesis. Ich habe notorisch zu wenig von allem. Das ist manchmal ganz schön anstrengend und führt darüber hinaus auf Dauer zu einem Punkt ohne Wiederkehr.

Auf der anderen Seite muss ich dann wieder an jene Personen denken, die ein wirklich schlimmes Schicksal ihr eigen nennen dürfen. Ich beneide sie nicht. Ganz und gar nicht. Zudem rückt dann mein Schicksal wieder in ein ganz anderes Licht. Eigentlich geht es mir gut. Wenige Freunde die irgendwo auf dieser Welt verstreut leben, manchmal kleine Feinde die sich in meiner Nähe befinden (die ich aber einfach durch ignorieren wieder los werde) und ansonsten einfach nichts.

Am Ende dieses verworrenen und weder für Außenstehende noch für mich selbst zu durchblickenden Gedankengangs, frage ich mich dann, wozu bin ich überhaupt hier?

Bitte erzählt mir jetzt nicht, ich sei für das Große Ganze da, das weiß ich sowieso. Egoistisch wie ich eben bin, will ich es aber für mich auf meine einzelne Person bezogen wissen. Wo ist mein Palmblatt?

PS und fast völlig off topic: Ich habe einen guten Chai Tee gefunden. Von Lebensbaum. Er nennt sich süßer Chai und schmeckt genau so wie ich will, dass Chai schmecken soll. Danke Lebensbaum. Oder besser nicht Danke, denn ich sehe gerade, die haben den süßen Chai gar nicht mehr im Programm. Lebensbaum, warum macht ihr das?

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Umweltschutz

Bei DM gibt es derzeit eine interessante Sache zum Thema Umweltschutz. Stofftaschen die man nicht kaufen muss, sonder gegen ein Pfand von 1 Euro mitnehmen kann. Das klingt fürs Erste nicht sonderlich interessant, aber der Clou ist, dass man die Tasche verwenden kann bis sie eines Tages über den Jordan geht und dann bringt man sie zu DM zurück und bekommt sie gegen eine neue Stofftasche ausgetauscht.

Sie hält also tatsächlich ein Leben lang. Oder zumindest so lange es DM gibt oder diese Aktion.

Eines muss ich dazu allerdings anmerken. Laut einer Studie ist eine Stofftasche erst nach zehnmaliger Benutzung ökologisch sinnvoll. Wer seine Tasche also schon nach ein bis neun Mal Verwendungen zurückbringt und sich eine neue holt tut der Umwelt nichts Gutes.

Jedenfalls eine super Idee Herr Werner. Das mit dem Grundeinkommen bekommen wir auch noch hin.

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Das (vermeintliche?) Leben

Fulda – Leipzig

Grüne Wiesen, Felder, sanfte Hügel, nette kleine Dörfer weit weg von der Bahnstrecke, Raum zum Atmen. Welch Unterschied. Und dann auch noch Leipzig – Endstation für mich.

Ankommen, erholen, wohl fühlen,…

(Ich bin auch ein Widerspruch in mir selbst – irgendwie… ;o))

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Ja, es ist an der Zeit…


Oder sollte ich besser einfach nur YES sagen?

Die Kritiker überschlagen sich ja seit einer guten Woche mit Lobeshymnen auf die neue Pet Shop Boys CD genannt Yes. Ich hatte sie schon vor einiger Zeit im iTunes Shop vorbestellt und vor einer Woche dann, es war Freitag Morgen und ich frisch in Leipzig angekommen, lud iTunes die CD dann plötzlich und ohne Vorwarnung (gut es kam eine E-Mail, aber plötzlich und ohne Vorwarnung klingt besser) auf meinen Mac.

Meine Stimmung, die wegen Leipzig und all der tollen Dinge die ich an diesem Wochenende vor hatte ohnehin bereits einen Höhepunkt erreicht hat, schlug mit einmal über diesen Höhepunkt hinweg, zu einer selten da gewesenen Euphorie aus.

Love etc. und Co. liefen sofort in der Endlosschleife und ich hüpfte auf meine alten Tage durch die Wohnung wie ich es zuletzt im Jahr 2001 in Wien zu den Klängen von Sash! tat und 2002 in Düsseldorf zu, hmmm, ich weiß nicht mehr, ich glaube es war Gigi, aber egal da war ich frisch verliebt, das zählt nicht.

Ich muss eingestehen, dass ich Yes. als Gesamtwerk trotzdem nicht über David Byrnes und Brian Enos Everything That Happens Will Happen Today stellen kann. Im Einzelnen aber phänomenal. Love etc. mit seiner eingehenden kleinen Melodie die es trägt und Pandemonium. Was soll ich zu Pandemonium sagen, das sind die Pet Shop Boys wie wir sie von It’s a sin, Can you forgive her, Always on my mind und Suburbia kennen und lieben. Bisher gespielt Counter: 143 (in einer Woche!) und damit bereits auf Platz 19 meiner All Time Besten Liste. Home von David Byrne und Brian Eno rangiert übrigens auf Platz 12 mit 175 und wen es noch weiter interessiert Blue Headlights von Shout Out Louds ist die Nummer 1 mit 305. Da ich Listen mag, werde ich das vielleicht noch im Blog extra einrichten, dann seid ihr immer im Bilde.

Right Freezeray…

Yes ist der nächste logische Schritt. Neil und Chris lieben die Abwechslung und nach einem anspruchsvolleren Album folgt mit schöner Regelmäßigkeit seit 25 Jahren ein Pop-Album. Und diesmal ist es das gelungendste Pop-Album seit, ja seit Please im März 1986? Nein nicht allen Ernstes, es gab danach noch viel zu viele gute Pop-Alben. Die Orange Legobox zum Beipiel genannt Very oder Bilingual oder Nightlife oder Fundamental und und und…

Aber zurück zu Yes. Die CD gibt es auch in einer Sonderfassung wie immer bei den Pet Shop Boys genannt Yes, Pet Shop Boys etc. und gerade gestern angekündigt in einer auf 300 Stück limitierten Vinyl Ausgabe. Jeder Song auf einer eigenen 12 ” Vinyl zu einer Box zusammengefasst und jedes Cover in einer anderen Pantone Farbe bedruckt. Aufgelegt ergeben die einzelnen Cover einen großen Haken wie er am Originalcover zu sehen ist.

Und zu guter Letzt gehen die Pet Shop Boys wieder auf Tour. Derzeit sind 4 Termine in Deutschland und ein Termin in der Schweiz bestätigt. Stuttgart am 14. Juni 2009, Zürich am 15. Juni, 24. Juni in Köln, 25. Juni in Berlin und am 26. Juni in Leipzig. Und dreimal dürft ihr Raten wofür ich bereits Karten habe. Genau, für Leipzig. Der Ticketverkauf für Zürich startet am Montag den 30. März. Und da werde ich auch noch einmal zuschlagen. Stuttgart und Köln würde mich auch noch reizen, aber da passen mir die Termine nicht ins Konzept. Stuttgart ist nur einen Tag vor Zürich und Köln ist Mitten in der Woche. Aber zweimal ist schon besser als einmal oder keinmal. Nicht? ;o)

PS: Jetzt auch mit Link zum Konzert in Zürich. Meine Karte habe ich bereits, jetzt dürft ihr. ;o)

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Ich fasse es nicht, und doch

Ich bin wieder einmal in Leipzig angekommen.

Ankommen ist ja immer etwas Schönes. Abfahre übrigens auch. Die Zeit dazwischen ist das Anstrengende. Und das kann, wenn man einen kurzen Abstecher nach Neuseeland macht, schon ganz schön dauern.

Neuseeland ist es ja nicht, obwohl es hier doch einige neue Seen gibt. Man flutet und flutet bis alles unter Wasser steht. Die Leipziger beneiden dann aber trotzdem nicht, ob all des Flutens, die Dresdner nicht, die immer wieder mal unfreiwillig geflutet werden.

Ihr seht schon mein Posting, welches nach einer Ewigkeit wieder einmal eines ist, geht nirgendwo hin. Ich bin angeschlagen. Nicht gesundheitlich jetzt, sondern arbeitstechnisch. Ich habe seit Anfang März bis heute Mittag 220 Arbeitsstunden geleistet. Und ich kann euch sagen in 2 1/2 Wochen ist das ganz schön viel. Wenn ich so weitermache (abgesehen von meiner Pause hier in Leipzig bis Sonntag Nachmittag) kratze ich dieses Monat zum ersten Mal in meinem Leben (und das geht schon ganz schön lang) 300 bezahlte Arbeitsstunden.Das leiste ich sonst nur in zwei Monaten. Es gab Tage, da betrug mein Schlafpensum 1,5 Stunden und dann ging es nach einem 20 Stundentag gleich wieder weiter mit einem 14 Stundentag. Aber ich darf nicht klagen, ich will das ja so.

Jetzt esse ich noch meine Pufferlsuppe – meine Schwester nannte als Kind Backerbsen immer Pufferl. Warum sie das tat weiß ich bis heute nicht, vielleicht weil sie so puffen wenn man sie in die heiße Suppe leert oder aber wie gepuffter Reis aussehen, wobei ich ihr letztere Assoziation eigentlich nicht zutraue – und dann gehe ich ins Bett. Ausschlafen, solange ich kann.

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