Ihr werdet es vielleicht schon bemerkt haben, heute ist kein normaler Tag für mich. Ich schreibe zu viel in mein Blog. ;o)
Aber ich bin krank. Eigentlich „nur“ erkältet, aber die letzte Nacht war furchtbar und heute bin ich matsch und die Nase rinnt und der Hals schmerzt und ja das volle Erkältungsprogramm eben. Jetzt habe ich beschlossen trotz aller Arbeit und Sorgen nicht zur Arbeit zu gehen (morgen aber dann wieder, ganz sicher). Dabei hätten wir heute Mittag unser Weihnachtsessen gehabt. So ein Pech auch. Das passiert mir fast schon mit schöner Regelmäßigkeit jedes Jahr.
Egal. An solch Krankheitstagen ist es natürlich schwer im Bett zu bleiben, zumindest wenn man nicht auch noch an Fieber leidet und im Delirium ist. Deshalb habe ich heute ein bisschen bei meinen mySpace Freunden herumgestöbert. Dabei ist mir unter den Friends von Naomi Fearn (ja der Hintergrund macht die Seite fast unleserlich) plötzlich Nathan Fillion ins Auge gestochen. Der Nathan Fillion. Genau. Wie? Ihr kennt ihn nicht?
Ich liebe Joss Whedon. Besser gesagt, ich liebe Joss Whedons Ideen für TV-Serien und Filme. Deshalb habe ich mir auch im letzten Sommer ein T-Shirt bei PVP bestellt, auf dem zu lesen steht, „Joss Whedon is my Master now!“. Das in Anlehnung daran, dass Joss Whedon George Lucas schon vor einiger Zeit diesen Status abgerungen hat.
Joss Whedon hat jedenfalls die Fernsehserie Buffy The Vampire Slayer erdacht und umgesetzt. Ich bin heute noch ein großer Fan dieser Serie. Mehr später. Irgendwann hat er dann auch noch, nachdem Angel der SpinOff von Buffy schon lief, die Fernsehserie Firefly erschaffen und es wurden davon sogar ganze 14 Episoden gedreht, aber ich glaube nicht alle wurden gesendet. Denn der Sender meinte, das ist zu wenig erfolgreich. *heul* Leichte Erlösung gab es vor zwei Jahren mit dem Film zu Firefly genannt Serenity. (Und bevor mir jetzt jemand mit Ratschlägen kommt, ja ich habe ALLES auf DVD).
Denn diese Serie war gut. Phantastisch. Ganz objektiv gesprochen. ;o) Und in dieser Serie spielte eben Nathan Fillion den Captain der Serenity (die Klassifizierung des Raumschiffs ist Firefly). Man hat nach dem Ende von Firefly Nathan Fillion auch noch bei Buffy als Caleb mitspielen lassen. Caleb war ein nicht ganz so netter Character wie Mal. Und dieser Nathan Fillion hat eine MySpace Seite. Das Witzige daran ist, dass es im Netz einen Firefly-Personality-Test gibt und er diesen verlinkt hat. Er hat den Test auch gemacht und man bescheinigt ihm, dass er nicht Malcolm Reynolds (der Captain der Serenity) ist, sondern mehr eine Kaylee Frye (Jewel Staite, die Schiffsmechanikerin der Serenity). Jewel Staite hat auch eine eigene MySpace Seite (und jetzt auch neu eine eigene Homepage, samt Blog) und sie ist laut Test nicht die Schiffsmechanikerin, sondern der Pilot der Serenity genannt Wash (Alan Tudyk). Joss Whedons Besetzung war also total verkehrt besetzt. ;o)
Was mag ich aber nun an den Serien von Joss Whedon. Ein Psychologe hätte da jetzt wahrscheinlich seine Freude dran. Ich mag die Cliquenbildung, ich mag diese Patchworkfamilien. Sowohl in Buffy, als auch in Firefly/Serenity bekommt man bereits nach kurzem Dabeisein das Gefühl dazuzugehören. Hier wird einem Familie gezeigt wie ich mir zumindest Familie vorstelle. Denn für mich besteht Familie nicht nur aus den Menschen in deren Sippe man hineingeboren wurde, sondern auch aus jenen Menschen die einem unmittelbar als Freunde umgeben. Und zwar als richtige Freunde. Jemand der mit dir durch Dick und Dünn geht. Jemand dem du vertrauen kannst, dem du guten Gewissens den Rücken zukehren kannst und der dir in der Not auch den Rücken freihält. Füreinander da sein, genau das ist es was ich gerne mag, wahrscheinlich deshalb, weil ich es in meinem Leben viel zu sehr vermisse.
Es gibt ganz wenige Menschen in meinem Leben die dieser Kategorie angehören. Für meinen Geschmack viel zu wenige und daher flüchte ich gerne in solche Fernsehserien, speziell jene von Joss Whedon. Es ist die Sehnsucht nach Geborgenheit. Nicht mehr, aber auch nicht weniger. Und ja in Joss Whedons Familien gibt es auch Charaktere die auf den ersten Blick nicht ganz so loyal sind wie es den Anschein hat. Aber selbst die besinnen sich dann doch darauf, wo sie hingehören.