Archiv für Gesprächsminiaturen

Die Welt geht unter…

oder auch nicht. (Ich bin immer für eine reisserische Überschrift zu haben ;o)).

Gerade eben habe ich seit langem wieder einmal mein eigenes Blog besucht und festgestellt, dass ich schon Ewigkeiten nichts mehr hier hinterlassen habe.

Deshalb ganz frisch, ein neuer Eintrag, yay! Wobei ich mir damit selber beweisen möchte, dass ich noch Kommentare mit mehr als 140 Zeichen abgeben kann. Twitter lässt grüßen. Hier, hier und hier.

Ich musste mit Erschrecken feststellen, dass ich vergessen habe einen Silvester/Neujahrseintrag zu schreiben. Schlimmer Fehler meinerseits und ich bitte vielmals um Entschuldigung. Silvester 2008 verfasste ich ein paar Fragen in meinem Beitrag, die ich hier gerne noch einmal rekapitulieren möchte:

Wie wird 2009? Wer weiß das schon. Alle beschwören die große Wirtschaftskrise herauf. Ich bin gespannt wie es sich tatsächlich anfühlen wird. Werden überhaupt noch Bücher gekauft? Brauchen Banken noch IT? Sind Versicherungen noch opportun? Werden die ICE-T Züge wieder mit eingeschalteter Neigetechnik fahren? Wird Leipzig auch von Frankfurt aus wieder mit ICEs bedient? Wird das Vertrauen der Menschen untereinander weiter wachsen? Fragen über Fragen und wer wird uns die Antwort geben? Der 31. Dezember 2009, so wir ihn erleben.

Werden überhaupt noch Bücher gekauft? – Erfreulicherweise gibt es zu dieser Frage eine klare Antwort, JA. Und sogar noch viel mehr als 2008, zumindest aus meiner Sicht. Dafür möchte ich mich an dieser Stelle ganz herzlich bedanken. Ich bin gespannt auf 2010.

Brauchen Banken noch IT? – Ich gebe zu, das war mehr eine rhetorische Frage. Natürlich brauchen sie noch IT, mehr als je zuvor. Welch ein Glück für mich.

Sind Versicherungen noch opportun? – Nach dem Katastrophenjahr 2008 hätte man annehmen können, dass Versicherungen nicht mehr so gefragt sein könnten, da sie zu teuer werden. Dem war jedoch nicht so, zumindest was den ersten Teil anbelangt, teuer sind sie ja doch geworden.

Werden ICE-T Züge wieder mit eingeschalteter Neigetechnik fahren? – Hier das erste eindeutige NEIN. Die Bahn hat es zur Sicherheit der Kunden – oder wartet, das muss ich anders formulieren – Die Bahn hat es, nach der Verweigerung von Siemens für zukünftige Unfälle gerade zu stehen, zu ihrer Sicherheit vermieden die Neigetechnik zu reaktivieren. Was im Endeffekt natürlich zur Sicherheit des Kunden dient. Habe ich das so richtig formuliert? Wenn nicht, dann bitte bei mir melden, damit ich das korrigieren kann. Danke.

Wird Leipzig auch von Frankfurt aus wieder mit ICEs bedient? – Das hat ein bisschen gedauert. Nachdem man uns das Ende der Probleme zuerst für Februar versprochen hat, wurde es dann doch Mai, also bis zum Inkrafttreten des Sommerfahrplans. (Ohne Neigetechnik, versteht sich).

Da muss ich euch kurz etwas erzählen. Zwischen Fulda und Frankfurt gab es im letzten Sommer mal Bauarbeiten auf den Gleisen. Die Bahn hat in der Zeit folgendes gemacht. Der Zug von Leipzig nach Frankfurt Hbf wurde ab Fulda über eine andere Strecke geführt. Andere Züge jedoch durften die normale Strecke nach Frankfurt befahren. Das führte dazu, dass der Zug aus Leipzig 45 Minuten später in Frankfurt Hbf ankam, als normal. Wer jedoch in Fulda umstieg konnte sich dieses Eck sparen. Ich muss ja in Fulda oder Frankfurt Hbf in den Zug nach Basel umsteigen. In Fulda kommt der Zug aus Leipzig üblicherweise knapp vor diesem Zug an. Etwa 3 Minuten. In Frankfurt ist die Umsteigezeit etwas größer, da der Zug in Richtung Schweiz noch in Hanau hält, was der Leipzig-Zug nicht tut.
An diesem Tag jedenfalls habe ich gehofft, dass man die Leute im Leipzig-Zug gütigerweise bereits in Fulda in den Schweiz-Zug Umsteigen lässt. Aber da habe ich die Rechnung ohne die Deutsche Bahn gemacht. Der Leipzig-Zug hatte nämlich bereits vor Fulda einen kurzen nicht geplanten (oder doch geplanten?) Stopp, da auch dort angeblich Bauarbeiter im Gleis standen und diese partout nicht verlassen wollten. Dadurch kam der Leipzig-Zug erst mit 3 Minuten Verspätung in Fulda an. Die Bahn fand es jedoch nicht für notwendig, den Schweiz-Zug in Fulda diese 3 Minuten warten zu lassen. Denn den Zug sah ich noch den Bahnhof verlassen als wir einfuhren. Danke Deutsche Bahn. Ich musste dann den Schweiz-Zug in Frankfurt Hbf nehmen der eine Stunde später fuhr. Ich vermute, dass die Deutsche Bahn Angst hatte, dass alle Leute aus dem Leipzig-Zug in den Schweiz-Zug umsteigen. Aber ich kann das natürlich nicht beweisen.

So, genug Deutsche Bahn Anekdoten für 2009. Sie werden uns auch 2010 nicht enttäuschen.

Wird das Vertrauen der Menschen untereinander weiter wachsen? – Das ist eine sehr schwer zu beantwortende Frage. Ich persönlich habe den Eindruck, dass das Vertrauen nicht gewachsen ist. Das kann ich allerdings nicht generalisieren. In manchen Teilen hat es wohl zugenommen, in manchen Teilen wiederum abgenommen. Wie das für euch aussieht, das überlasse ich dem Einzelnen.

So, das war das Jahr 2009.

Zu guter Letzt brauche ich natürlich auch Fragen an das Jahr 2010:

Werden ICE-Züge wieder mit eingeschalteter Neigetechnik fahren? Wird der internationale Terrorismus zunehmen und werden es weiterhin die Bürger sein die Schlimmeres verhindern und die Politiker nach wie vor komplett überreagieren und uns das Leben zur Hölle machen? Werde ich Europa den Rücken kehren? Werden wir die eingebildete Wirtschaftskrise endlich überwinden? Wird Steorn mit Orbo endlich die Welt verändern und Stromkonzerne in den Ruin treiben?

Mal sehen, am 31. Dezember 2010 bekommt ihr hier von mir die Antworten.

Bis dahin, wünsche ich euch ein wunderbares, gesundes und erfreuliches Jahr 2010.

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Motto zum Tag

Wenn man etwas zu sagen hat, dann soll man es sagen.
Wenn man hingegen nichts zu sagen hat, dann sollte man besser den Mund halten.

Wir lesen uns. ;o)

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Motivation – käuflich erwerben

Kann man Motivation kaufen? Mir ist bewusst, es gibt da diese diversen Workshops in denen man sozusagen mit Füßen getreten wird, um einen Motivationsschub ausgelöst zu bekommen. Das meine ich jedoch nicht. Motivation müsste wie alles andere im Laden erhältlich sein. Wenn möglich auch noch in unterschiedlichen Geschmacksrichtungen und der Möglichkeit mehrere Geschmacksrichtungen individuell zu mischen und daraus seinen eigenen Geschmack zu kreieren.

Ganz nach dem Motto der Jelly Bellys. Es müsste eigene Kochbücher dafür geben. Internet-Communities in denen man Rezepte austauschen kann. 100 g Arbeitswut + 250 dl Genuss + eine Prise Abenteuer ergibt den ultimativen Workaholic-Kick oder so in der Art.

Es gibt Menschen die haben das offenbar von sich aus drauf. Wobei ich selten glauben kann, dass diese Menschen tatsächlich ihre innere Einstellung leben. Manchmal, wenn man nachfragt, bekommt man dann Antworten wie: Anders würde ich es hier nicht aushalten.

Warum haben so wenige Menschen den Mut nur das zu machen was ihnen besondere Freude bereitet. Der Hauptgrund dafür ist meist das Geld. Vordergründig, denn warum sollte ich nicht unter der Brücke schlafen können und trotzdem das machen können wozu ich Spaß habe. Zum Beispiel mit Grashalmen zu pfeifen oder mit dem Finger Löcher in die matschige Erde bohren.

Natürlich ist das nicht jedermanns Sache und dann gibt es auch noch Menschen die nicht nur für sich selbst, sondern auch noch für andere Wesen Verantwortung übernommen haben. Ich verstehe das schon. Auch mir geht es nicht anders. Ich trage sehr große Verantwortung auf meinen Schultern und diese Verantwortung drückt manchmal ganz schön. Manchmal so arg, dass ich nur noch davonlaufen möchte. Aber, und das habe ich mittlerweile gelernt, vor Verantwortung kann man weder davonlaufen noch sich drücken. Können schon, aber schlussendlich treffen dann immer andere für einen Selbst die Entscheidungen und wenn man kein Spielball dieser Anderen werden möchte, macht man es besser selbst. Verantwortung kann auch durchaus etwas befreiendes sein. Denn wenn man einmal so eine Verantwortung durchgestanden hat, dann kann man stolz auf sich sein. Natürlich nur Stolz, ohne damit zu prahlen. In sich drinnen Stolz. Und das zaubert dann möglicherweise wieder dieses Lächeln auf die Lippen. Dieses gewisse, das uns glücklich macht und diese Motivation erzeugt die einen dann nicht beim nächsten Einkauf im Laden fehlt.

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Sterben

Es ist interessant, wenn man so des Morgens durch die Welt surft, auf welchen Wegen ich dann zu Texten komme die von Menschen geschrieben wurden die offenbar jeder kennt, aber für mich Medienbanausen vollkommen neu sind.

Frau Else oder sollte ich besser sagen Frau Buschheuer hat einen Kurs zur Sterbebegleitung gemacht und dazu einen Text für die SZ verfasst. Nachzulesen auch direkt bei ihr.

Interessant ist auch ihr Leipzig Tagebuch. Jetzt werden alle ahhhn und ohhhn und meinen, da her weht der Wind und ich habe sie über Leipziger Blogs gefunden. Da muss ich eure offenen Münder und nickenden Nacken (nein Köpfe) aber enttäuschen, denn ich bin schlicht und ergreifend über Lus Blog und ihrem Link zum Blogtree da hin gelangt. Der Parent Blog zu Lu „Read! My! Diary!“ ist bei letzterem gemeint. So war das, und nicht anders.

Mist, ich wollte eigentlich übers Sterben schreiben. Ich bin aktuell tatsächlich leicht abzulenken.

Jetzt gehe ich wieder modern lettern.

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Abschalten

Heute habe ich ein Essay von Miriam Meckel in der Zeit gelesen und kam zu der Erkenntnis, dass ich auch öfter mal abschalten sollte. Nicht, um die Flut mich erreichender E-Mails zu unterbinden, sondern um die Flut von mir geschriebener E-Mails einzudämmen. Ich bin ja auch so eine Aufmerksamkeitsheischerin. Dabei kann ich schon auch ganz gut mit mir alleine zurecht kommen. Die Sucht permanent online sein zu wollen ist allerdings schon sehr präsent in meinem Leben. Ich erkenne das dann auch oft daran, dass ich mir wünsche für eine Woche ohne jegliche Kommunikationsmöglichkeit in Urlaub zu fahren und simpel am Strand sitzend auf das weite Meer zu blicken.

Wozu aber wegfahren um das erreichen zu können? Eigentlich kann ich das doch auch zu Hause. Ich kann ja auch imaginär am Strand sitzen und aufs Meer hinaus blicken. Dabei ist dann aber die Versuchung sehr groß doch den Computer einzuschalten, das Handy zur Hand zu nehmen oder den Hörer des Festnetztelefons (wie altertümlich) abzuheben und eine vertraute Nummer zu wählen. Nennt man das dann schon Sucht? Ich weiß nicht, ob ich nach einer Woche Internetabstinenz zu zittern beginnen würde, ganz sicher würde ich als Ersatzhandlung mein Moleskine zur Hand nehmen und wie früher vollschmieren, aber ist das so sicher? Würde ich nicht eher einfach nur da liegen und sabbernd an die Wand starren? Ich müsste es mal ausprobieren. Wenn es nicht so schwer wäre den Anfang zu machen.

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