31. Dezember 2008 um 16:39
· © tibits
Abgelegt unter Addiction, Erinnerungen, Leipzig, Lesespaß, Webseries, Wien, Zu süss, 2009, Dr. Horrible, ICE, La Chocolaterie, Silvester
So, ich will euch nicht ohne einen letzten Kommentar von mir in die kalte Silvesternacht und damit ins Neue Jahr lassen.
Zieht euch warm an, außer ihr feiert auf Kiribati oder einer sonstigen Südsee-Destination.
Wie waren meine letzten Tage. Sehr erholsam. Sehr, sehr erholsam. Sehr, sehr, sehr… nein jetzt reicht es. Leipzig war mein Schokoladeparadies bei Isa und Alex und ich habe sie jeden Tag belästigt. Ich hoffe ich war nicht zu lästig. Aber nein, ich doch nicht. Gestern dann nach einer Woche Ruhe und Erholung meine Reise nach Wien.
Wien ist genauso schweinekalt wie Leipzig, nur anders. Das liegt wahrscheinlich am Slogan: Wien ist anders. Egal. Silvester die übliche Routine. Essen einkaufen und am schnellsten Wege wieder heim. Die Kopfhörer oder die Lärmschutz-Stöpsel in die Ohren, damit die Feuerwerkskörper mit der in Österreich maximal zulässigen Ladung nicht weh tun, auch wenn sie 3 km weit weg explodieren.
Die Dr. Horrible DVD ist gestern aus Amerika angekommen. Yay! Ein Commentary Musical mit von der Partie und ein normaler Kommentar und ein Making Of und die ELE Applications (wobei mir nur die ersten fünf so wirklich gefallen haben, den Rest habe ich nur angespielt und dann übersprungen). Alles in allem eine Runde Sache die DVD, aber wer hätte schon anderes erwartet. *hehe*
Dies war außerdem das Jahr in dem ich etwas getan habe von dem ich niemals gedacht hätte, dass ich es jemals tun werde. Ich habe ein Buch von Passig und Lobo gekauft. Ich gelobe, es wird nicht wieder vorkommen. Und wenn wir schon peinliche Rückschau halten, es war das Jahr des Pomme d’amour und ein anstrengendes noch dazu. Das war genug der Rückschau, der Blick geht nach vorne.
Wie wird 2009? Wer weiß das schon. Alle beschwören die große Wirtschaftskrise herauf. Ich bin gespannt wie es sich tatsächlich anfühlen wird. Werden überhaupt noch Bücher gekauft? Brauchen Banken noch IT? Sind Versicherungen noch opportun? Werden die ICE-T Züge wieder mit eingeschalteter Neigetechnik fahren? Wird Leipzig auch von Frankfurt aus wieder mit ICEs bedient? Wird das Vertrauen der Menschen untereinander weiter wachsen? Fragen über Fragen und wer wird uns die Antwort geben? Der 31. Dezember 2009, so wir ihn erleben.
In diesem Sinne immer pessimistisch bleiben, dann kann uns nur Positives überraschen.
Guten Rutsch und wir lesen uns nächstes Jahr wieder.
Permalink
15. November 2008 um 18:22
· © tibits
Abgelegt unter Abschie-D-nehmen, Bern, Erinnerungen, Leipzig, Wien, Dr. Horrible, Freeze-Ray, Geburtstag, Geschirrspültabs, Horoskop, Silvester, Weihnachten
Das sagt man so in Wien. Fragt mich aber nicht woher das kommt, jeder darf selber danach in den Weiten des Netzes suchen gehen. Das bedeutet jetzt aber nicht, dass ich in Wien bin. Weit gefehlt, da werde ich erst wieder kurz vor Silvester sein. Weihnachten verbringe ich dieses Jahr ganz alleine in Leipzig. Darauf freue ich mich schon. Weihnachten war ich nämlich noch nie da. Wer mir ein Weihnachtsprogramm über die ja doch nicht mehr so weit entfernten Weihnachtsfeiertage empfehlen will. Nur zu, ich nehme was ich bekommen kann.
Rrrrright. Freeze-Ray.
Heute ist ein Tag. So toll. Ich bin Energiegeladen, genau wie der Mann aus dem Westen gesagt hat. Ich fürchte den Montag nicht. Vor allem, da ich mir heute durch mein effizientes Arbeiten einen freien Sonntag erstrebert habe. Ich bin soooo happy. Speziell da mir bewusst ist, dass das der letzte freie Tag für die nächsten zwölf Tage sein wird. Aber dann geht es richtig ans Feiern. Ihr wisst ja dieser Geburtstag kommt schon wieder. Dabei war es mir, als wäre ich erst gestern in Düsseldorf beim Zahnarzt gewesen. Dieses Jahr wird es jedenfalls kein Geburtstag in Düsseldorf. Das ist ja schon mal recht positiv. No offense – Düsseldorfer, ich habt ein nettes Städtchen, aber ich fühle mich überall anders irgendwie wohler. Außer wenn ich bei Frau Lu zu Besuch sein darf. Aber da bin ich ja eigentlich nicht in Düsseldorf, sondern in Gedanken in Frankreich und hüte Alpakas.
Der ganze Freeze-Ray nutzt nichts, wenn ich anschließend gleich wieder abschweife.
Also. Ich mache ja normalerweise keine Werbung hier. Aber ab und an läuft mir etwas über den Weg von dem ich so begeistert bin, dass ich die Begeisterung weitergeben muss. Ich habe mir nachdem meine Monsterpackung Geschirrspültabs nach zwei Jahren zu Ende gegangen ist neue Geschirrspül-Tabs gekauft. Und ich habe mir nicht irgendwelche Tabs gekauft, nein diese wahnsinnig teuren und stylisch geilen finish (Calgonit) Powerball Dinger. Die mit der roten Kugel drin und der Quantum-Technologie. Und ich kann euch sagen, gehet hin und kaufet. So strahlend war mein Geschirr nicht einmal als es Neu war. die Gläser glänzen im Wettbewerb und alles wirklich alles ist sauber. Mit meinen alten Tabs wurde überhaupt nichts sauber. Selbst der Geschirrspüler glänzt nach einer Wäsche als gelte es den Strahlewettbewerb zu gewinnen. Ihr müsst den Tabs übrigens zudem anrechnen, dass wir hier Wasser mit einem Härtegrad von weit über der Skala haben und eigentlich mehr Kalk als Wasser aus der Leitung kommt. Manchmal bin ich echt traurig, dass bei mir nur so wenig Geschirr anfällt und ich maximal einmal pro Woche die Maschine einschalten darf. Sagenhaft.
Permalink
25. Juli 2008 um 21:07
· © tibits
Abgelegt unter Bern, Erinnerungen
Ich habe eben X-Files 2 gesehen. Hier in Bern. Ich war übrigens zum ersten Mal in Bern im Kino. Gemessen an der Verweildauer meiner Selbst in dieser Stadt eine traurige Leistung. Dafür wollte ich mir heute gleich zwei Filme geben. Mamma Mia! habe ich dann aber doch gelassen. Vielleicht morgen. Die beiden Filme vertragen sich nicht unmittelbar hintereinander, finde ich.
Mit mir waren jedenfalls noch 11 weitere tapfere Menschen im 300 Personen fassenden Kino. Passend zu Spooky Mulder. Es war spooky, speziell der Abspann (Anschauen!) den ich ganz alleine im Kino aussitzen musste und die Pause mitten im Film, da sich das Kino offenbar keinen zweiten Projektor leisten möchte. In Wien musst du Kinos mit Pause ja suchen. Einzig das Keplerkino ist mir da bekannt, so die überhaupt noch Pause machen. In Deutschland und der Schweiz scheint das aber zum Kino dazuzugehören. Ich mag es jedenfalls nicht.
Jetzt aber zum Film. Ich habe im Vorfeld leider eine Kritik gelesen. In der Kritik wurde auch kräftig gespoilert. Jetzt wusste ich also um den Plott Bescheid. Ob es so viel geändert hätte es nicht zu wissen, kann ich nicht sagen, da der Film relativ früh damit begann sein wahres Gesicht zu zeigen. Zwar nur in kurzen Sequenzen, aber wer Eins und Eins zusammenzählen kann, der hat keine großen Probleme den Plott schon in der ersten halben Stunde zu durchschauen.
Sie spielen jedenfalls mit all den Dingen mit denen sie auch in der Serie gespielt haben. Frei nach dem Motto: “Du bist Mulder, dir glaube ich nichts.”. Das geht mit der Zeit ganz schön auf die Nerven, da vor allem Scully wieder auf eine “Ichglaubedirnicht”-Stufe zurückfällt die sie nach dem dritten Season eigentlich zu überwinden begann.
Wer nur wegen des Plotts diesen Film sehen will dem gebe ich den Rat, bleib zu Hause oder schau dir Mamma Mia! an. Der Plott wird speziell gegen Ende hin so etwas von unglaubwürdig und schusselig, dass es nicht mehr fein ist. Wer aber den Film wegen Scully und Mulder ansehen geht und wegen der netten Erinnerung an die Serie, der soll ruhig reingehen. Auch wenn es befremdlich ist Scully und Mulder so intim zu sehen. Das nimmt dem Ganzen auch wieder seinen Reiz. Der Rest der Schauspieler-Riege ist dann wieder nur Staffage. Einzig Amanda Peet (einigen vielleicht aus The Whole Nine Yards bekannt) hat eine etwas herausragendere Rolle, aber das wohl auch nur, da sie mit der Ohrwärmer-Mütze die sie bei Außendrehs immer trägt (es ist Winter in Kanada, es wurde wieder einmal in Vancouver gedreht) doch sehr eigenartig aussieht.
Permalink
29. Mai 2008 um 20:24
· © tibits
Abgelegt unter Bern, Erinnerungen, Remember: Das Leben ist nur ein Spiel
Wieso? Wieso gerade jetzt? Da vergnüge ich mich fünf Tage in Erlangen und plötzlich habe ich wieder die Anwandlung vollkommen vegetarisch leben zu wollen. In Erlangen habe ich noch einen Seehecht vertilgt und beim Frühstück im Nachtzug servieren die mir Salami und irgend so ein Schweine-Teil (esse ich auch jetzt schon alles nicht). Und ich sehe mir das so an und es riecht nicht wirklich gut und ich denke mir das Tier oder besser die Tiere dazu. Und ich kann das gar nicht verstehen, dass man die scheibchenweise aufschneidet. Ihr Fett verwurstet und dann adrett auf einem Teller anrichtet.
Auf der letzten Zugstrecke von Basel nach Bern beobachte ich zudem eine Frau, die sitzt schräg vis-à-vis von mir und sie hat so einen komischen Mund. So einen total kleinen Mund und dann auch noch mit einem braunen Lippenstift die Spitzen an der Oberlippe da wo die Scharte zur Nase ist sowas von extrem hochgemalt. Sie sah aus wie Klaus Nomi, naja ihre Lippen sahen aus wie die Lippen von Klaus Nomi. Und sie bewegte sich auch so spastisch. Unterhielt sich mit einer älteren Dame und auf halbem Weg packen sie eine Wurstsemmel aus und teilen sie. Da hängt so richtig die Wurst raus aus der Semmel und sie beginnt mit ihrem komischen Mund die Wurst rundherum abzuknabbern. Da war es dann endgültig geschehen. Ich will aktuell gar kein Fleisch essen.
Ich habe ja schon viele Jahre meines Lebens als Vegetarier zugebracht, mich zwei Jahre davon sogar vegan ernährt. Für mich also nichts Neues. Im Grunde aß ich zuletzt sowieso maximal Fisch und Huhn. Alles andere habe ich schon Jahre nicht mehr angerührt. Das Interessante daran ist immer, dass es mir absolut nicht fehlt. Und jetzt wird eben auch das Huhn weggelassen und der Fisch. Ich habe sogar darüber nachgedacht wieder vegan zu leben, aber wenn ich zurückdenke, dann war das eine sehr harte Zeit. Nicht, dass es mir schwergefallen wäre auf Ei, Milch und Käse (Käse vielleicht schon) zu verzichten, aber es war damals wahnsinnig schwer als voll arbeitendes Menschlein sich adequates Essen zu besorgen. Die Kantine fiel weg und es gab einen einzigen Reformladen wo ich halbwegs auch frische vegane Sachen bekam. Das war auf Dauer natürlich sehr eintönig und teuer. Zum Selberkochen fand ich kaum Zeit. Alleine schon wegen dieser Anstrengung wird wohl das vegane Essen vorerst nicht durchgezogen. Aber wer weiß…
Permalink
2. Mai 2008 um 17:50
· © tibits
Abgelegt unter Erinnerungen, Sommerurlaub
Ok, manche von euch werden mit Flummisemmeln nichts anzufangen wissen, aber gemach.
Ich erinnerte mich eben an meinen ersten Flugurlaub zurück. Das ist schon Jahrhunderte her. Da haben die Gebrüder Wright noch versucht ihre Kisten in der Luft zu halten. Gefühlt, wie immer.
Wir schreiben das Jahr 1973. Ich noch keine 11 Jahre und schon ganze zwei Italienurlaube erfahren. Jenes Italien, das man in Österreich gemeinhin als den Hausmeisterstrand kennt. Facility-Manager-Strand würde man es vielleicht heute nennen. Es war eben der Italienurlaub den sich jeder leisten konnte. Zumindest jeder der ein Auto besaß, um da hin zu gelangen. Ich schweife ab, Italien vielleicht später mal.
Mein erster Flugurlaub hinterließ bleibende Eindrücke. Wir waren mit Bekannten unterwegs und alleine schon der Flug war, da es mein erster war, eine Klasse für sich. Damals waren die Luftwege noch nicht so autobahnmäßig asphaltiert, daher war es ein Bumpy-Ride von einem Luftloch ins nächste. Lies den ganzen Eintrag »
Permalink