Archiv für Bern

Ich überlebe, zumindest vorerst

Hier wird die Gangart immer härter. Ich bin sehr motiviert, aber auch sehr müde. Mir ist bewusst, dass es viele Menschen gibt die noch härter arbeiten als ich, trotzdem ist es für mich nicht alltäglich 12 Stunden und längere Arbeitstage zu haben und auch am Samstag und Sonntag zu arbeiten (die Vormittage habe ich zumindest vertrödelt).

Trotz meiner mehr als 60 Stunden in der letzten Woche habe ich nicht alles geschafft was ich mir vorgenommen hatte. Zum Glück ist heute auch noch ein Tag, den ganzen Tag.

Es tut mir echt leid, dass ich derzeit nicht viel zum Blogschreiben komme, es ist nur so schwer mich dazu auch noch zu motivieren. Wenn ich am Abend zwischen 1/2 8 und 1/2 10 heimkomme bin ich nur noch für das Bett zu begeistern.

Immerhin war ich vorletztes Wochenende in Leipzig beim Schokobrunch in meinem Lieblings-Schokoladen. Isa hat ganz viele vegetarische Dinge gekocht. Alles war soooo gut. Es gab sogar ein Brot mit Artischocken und ich Depp habe mein Stück in der Aufbruchstimmung vergessen mitzunehmen. Es war aber ein sehr angenehmer Sonntag mit essen und plaudern und trinken und essen und plaudern und trinken…die Reise danach war auch eine der angenehmsten Reisen die ich seit langem hatte, zumindest bis zum Umsteigen in Basel SBB. Dort habe ich mir wieder einmal meinen Rücken lädiert. Das war atemberaubend, im wahrsten Sinne des Wortes.

Ich freue mich bereits wieder auf meine Auszeit am nächsten Wochenende. Da darf ich am Freitag wieder nach Leipzig fahren. Ganz ohne Bahn-Streik, so hoffe ich. Die IC-Ersatzzüge sind zwar immer noch im Einsatz und ich sehne mich schon sehr das Stück von Fulda bis Leipzig endlich wieder in einem angenehmen Zug reisen zu können, trotzdem es geht nichts über die Vorfreude auf Leipzig.

Am Samstag ist nämlich Crème Brûlée-Workshop und ich bin fast genauso süchtig nach Crème Brûlée wie nach Schokolade. (Wann werde ich mir endlich merken wie die accents zu setzen sind und welche da überhaupt hingehören, das Wörterbuch ist mein bester Freund und Worte wie Crème Brûlée oder déjè-vu stehen auf schon sehr abgenutzten Seiten auf Leo.

Zum Workshop kann man sich sicher noch anmelden, vielleicht sehen wir uns ja da?

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Grundlos glücklich – Nachtrag für noch mehr Glück

Ich habe eben beschlossen mir David Byrne nun doch Live anzusehen. Nachdem er nicht nach Leipzig und auch nicht nach Wien kommt, Düsseldorf, Hamburg oder Berlin zwar eine Option wären, mir jedoch Zürich näher liegt, wird es der 17. April in Zürich sein an dem ich ihn sehen werde.

Ticket habe ich schon. Ich bin jetzt doppelt glücklich.

Dazu mir die Deluxe Version der CD zu kaufen konnte ich mich allerdings noch NICHT durchringen. Die vier Bonus-Tracks reizen mich heftig.

So genug davon und off to work.

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Grundlos glücklich

Yay, ich verstehe es nicht. Aber muss ich auch alles verstehen? Eigentlich wollte ich heute Früh wieder Arbeiten gehen, aber ich habe das dann doch auf den Nachmittag verlegt. Ich habe stattdessen mein Badezimmer mit dem Gestern neu erworbenen Kalkentferner geputzt. Vielleicht ist ja das der Grund für mein gerade andauerndes Glücksgefühl.

Oder aber es ist noch immer David Byrnes und Brian Enos letzte CD. Kann mir jemand sagen wie ich die satt bekommen kann? Obwohl, das heben wir uns für später auf.

Ein Wort zum Wetter. Es regnet. Nach der Phase des unendlich, unendlich kalten und windstillen Wetters kommt etwas Leben hinein. Morgen soll es sogar fönig werden, also Brace for Impact im Kopf.

Apropos Brace for Impact, die Flugzeuglandung von Sully im Hudson? Die habt ihr sicher gesehen. Ich fand das faszinierend. Der Kopilot flog das Ding in die Vögel. Dann sagt Sully “My plane” und der Kopilot nur “Your plane” und dann setzt der das Ding in den Hudson als wäre das eine Landebahn.

Bis vor diesem Ereignis war meine Meinung, eine Notwasserung, ein Ding der Unmöglichkeit. Viele haben das schon bewiesen, keiner hat es hinbekommen. Aber seither sag ich, hey, der hat das gekonnt, die anderen müssen das auch können. Vielleicht kann man aus dieser Landung ja etwas für die Ausbildung der Piloten lernen. Ich weiß nicht ob er eine Boeing auch so runterbekommen hätte, aber alle Achtung, alle Achtung.

So jetzt wieder zurück zu den Fisolen, für euch da draußen auch grüne Bohnen genannt.

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Es schneit – schon wieder

Über mangelnden Schneefall und zu viel Klimaerwärmung kann sich hier in Bern in diesem Jahr wohl niemand beschweren. Es schneit schon wieder. Nach den frostigen Tagen der letzte beiden Wochen eine interessante Abwechslung. Wenn es so weiter schneit dann liegen morgen Früh wieder 10 cm mehr auf der bereits eisig harten Unterlage.

Normalerweise beginne ich mich um diese Zeit sehnsüchtig auf den Frühling zu freuen (dabei hat der Winter ja gerade erst einmal begonnen), dieses Jahr jedoch möchte ich, dass die Zeit bis zum Frühling elendiglich langsam vergeht. Unser Projekt braucht noch Intensive-Care. Es ist noch viel zu tun.

Musikbegleitung zum abendlichen Spaziergang in der beschneiten Winterlandschaft:

Air – Run (Talkie Walkie)

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We’re Home- comes to life from outa the blue

Jaja, gestern war’s. Nachdem ich am Freitag leider unvorhergesehen noch den ganzen Tag in Bern arbeiten musste, konnte ich mich erst am Samstag um 6:04 Uhr in Bern in den Zug setzen und mich auf die Reise nach Leipzig machen.

Das war trotz zweimaligem Umsteigen so etwas von unspektakulär wie schon lange nicht mehr. In Basel erwischte ich sogar noch einen 8 Minuten früher abfahrenden ICE Richtung Mannheim als jenen in dem ich meinen Platz gebucht hatte. Ich war also überpünktlich für meinen Anschluss nach Fulda in Mannheim. Der spätere ICE dann auch, aber sicher ist sicher und wenn ich schon die Chance habe…

Durch die Verlängerung der Reise mit dem ICE nach Fulda (statt FFM) war dann auch die IC-Ersatzzugstrecke nach Leipzig weniger lang und etwas erträglicher.

Ich muss noch erwähnen, dass diese IC Ersatzzüge nach Leipzig zwar sehr geräumig, die Kopfstützen aber irgendwie total verbaut sind. Die Kopfhaltung die man durch die Kopfstützen einnimmt ist so unnatürlich, dass ich danach und auch am nächsten Tag immer Kopfschmerzen habe.

Zudem schmerzt mich heute mein Rücken, ich sollte nicht immer so viel mit mir herumschleppen. Gestern Früh in Bern war dann auch noch der Aufzug zum Bahnsteig kaputt und ich musste meine beiden kleinen Koffer und meine schwere Tasche zu Fuß die Treppe zum Bahnsteig hinunterbefördern. Nach etwa der zehnten Stufe plötzlich ein Stich im Rücken und ich hätte fast Schildkröte am Rücken die Treppe hinunter gespielt. Ich habe dann bis Basel benötigt, um wieder vernünftig atmen zu können. Irgendwann seht ihr mich irgendwo in der Weltgeschichte liegen und unfähig mich zu bewegen. Winkt mir dann einfach, ich freu mich.

Um 14 Uhr dann in Leipzig knapp dem Weihnachtsmann entkommen. Die Einkaufspassage am Hauptbahnhof in Leipzig vor Weihnachten – Hölle.

Ich hatte den ganzen Tag nichts gegessen und musste nach meiner Ankunft und dem nach Hause bringen der Koffer sofort in den Schoko-Laden meines Vertrauens und habe dort netterweise noch ein Stück der Bûche abgestaubt und ein Glas ausgezeichneten Quitten-Wein mit Isa und Alex und einer Freundin der beiden, die Weihnachtsgeschenke brachte und aussah und redete wie Olive Snook aus Pushing Daisies, getrunken. Sie war übrigens auch ebenso klein wie Olive. Faszinierend.

Also, Schoko-Schock nach drei Wochen Abstinenz. Ausgezeichnet. La Chocolaterie hat übrigens seit wenigen Wochen eine neue Homepage. Ein Lob an alle die diese Page entwickelt haben, wem da nicht das Wasser im Mund zusammenläuft und sie oder er selbst, wenn sie oder er in Leipzig ist, sofort dahin läuft, dann handelt es sich entweder um Ninas Körper oder sonst jemanden der mit Schokolade und Zucker absolut nichts anzufangen weiß. Ihr wisst gar nicht was euch damit entgeht. Speziell Nina, die beim Genuss eines einzigen Bissens Coulant Gift und Galle spuckt, aber selber Kokosbusserl in Fondant tunkt die dadurch “Geil wie Affenscheiße” schmecken. Der Ausdruck alleine verursacht dann meinerseits Brechreiz. ;o)

Zurück am Hauptbahnhof zum schnellen Lebensmitteleinkauf im Bioladen und im Käseladen. Den Menschen im Bioladen muss ich noch den Unterschied zwischen “in der Mitte” und “zwischen” beibringen, ansonsten bin ich der Hölle dann wieder ein weiteres Mal schnell nach Hause entflohen.

Viel los war übrigens auch bei der Post, wobei die Leute doch bitte nicht annehmen werden, dass die Post am Samstag den 20. Dezember aufgegebene Sendungen noch vor Weihnachten zustellt. Bitte. Träumer?

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