Archiv für Bern

Ich geb euch ein Wort

Mönschetöggelichaschte

das ist simpel ein Tischfußballkasten. Mönschetöggeli hat man mir erklärt sind die kleinen Menschen die da an der Stange aufgespießt sind.

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Einmal Zürich und zurück bitte

Heute war Pet Shop Boys Tag in Zürich. Das lang ersehnte Konzert und ich war natürlich da. Schon sehr früh da, aber ich schreibe nächste Woche, nach dem Konzert in Leipzig mehr dazu.

Jetzt in Kürze nur das was mich heute am meisten beeindruckt hat.

Ich musste vom Züricher Hauptbahnhof die S-Bahn zur Hardbrücke nehmen. Schon in der S-Bahn fällt mir eine Frau auf. Nach dem Aussteigen verlor ich sie jedoch wieder aus den Augen. Ich ging auf geradem Weg zur Veranstaltungshalle. Dort steht sie plötzlich wieder vor mir und sucht wie ich den Eingang. Jede für sich finden wir ihn dann auch und zwar wieder fast zeitgleich. Sie jedoch eine Spur früher als ich und steht in der Schlange vor mir.

Dann endlich Einlass und alle stürmen die Halle. Dort habe ich sie erneut aus den Augen verloren, wobei ich dazu sagen muss es war mir auch egal. Ich wandere also in Richtung Bühne und wer kommt hinter mir plötzlich angelaufen und überholt mich, diese Frau. Sie schnappte mir dann den letzten Platz an der Sonne weg und ich blieb in der zweiten Reihe stehen.

Sie plauderte dann zwanglos mit dem Mann neben ihr und so erfuhr ich, dass sie Italienerin sei (auch ihren Namen hat sie gesagt, den habe ich aber wieder vergessen) und aus Genua kommt. Sie 35 Jahre alt ist (und keinen Tag älter als 25 ausgesehen hat) und gestern schon in Stuttgart am PSB Konzert war. Es waren ihre ersten PSB Konzerte.

Sie starrte mich dann noch ein paar Mal an und ich wusste damit absolut nichts anzufangen, aber dann fing ja auch schon das Konzert an.

Nach dem Konzert strömten die Massen aus der Halle und so auch ich. Ich habe fünf Mal die Richtung gewechselt, bin dann auch noch einmal kurz zurück in der Hoffnung einen der silbernen Herzluftballons zu ergattern, sah noch jemanden der mich sehr an einen Bekannten erinnerte und ich mir nicht sicher war, ob er es nicht tatsächlich ist.

Nach endlosen Minuten habe ich endlich den Ausgang und schon wieder die Italienerin vor mir. Es kam mir vor als würde sie mich verfolgen.

Es regnete in Strömen. Mir war es gleich, da ich nichts dagegen machen konnte und lief los. Sie jedoch macht kehrt und läuft noch einmal in die Halle hinein. Ich laufe und hüpfe zwischen den Tropfen und über Pfützen in Richtung Hardbrücke. Dort verpasse ich leider eine S-Bahn auf Gleis 1 und muss rüber auf Gleis 2, um auf die nächste zu warten.

Da stehe ich also und mit einem Mal kommt auch wieder die Italienerin auf mich zu, als hätte sie ein Gummiband an mir befestigt. Sie kommt jedenfalls lachend auf mich zu und wir reden plötzlich zum ersten Mal miteinander. Sie macht mir Komplimente um Komplimente und mir wird dabei ganz schwummrig. Sie dachte ich sei Irin, mag meine Haarfarbe und meine helle rosa Haut. Sie fragt mich was ich arbeite und meint nach meiner Antwort das sieht man gleich, denn ich sehe Intelligent aus. Ich will hier jetzt gar nicht mehr ins Detail gehen, denn die Komplimente nahmen kein Ende. Am Hauptbahnhof haben wir uns dann verabschiedet und sie meinte, ich solle meine Haarfarbe nicht ändern und vielleicht sehen wir uns ja wieder bei einem PSB Konzert, denn mit den Haaren erkennt sie mich sicher gleich wieder.

Ich sags euch. Das war auch eine Erfahrung die ich nicht jeden Tag habe. Obschon. Gestern im Zug auf der Reise nach Bern hatte ich ein ähnliches Erlebnis. Das hat Methode.

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Ohne viele Worte

Ich bin müde, richtig müde.

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Unfreiwillige Selbststudie – ein Airbus verschwindet – eine Welle – Schafjoghurt mit Limettengeschmack

Aber der Reihe nach…

Es ist erstaunlich was ein Mensch (durch unfreiwilliges Selbststudium) so alles über sich in Erfahrung bringen kann. Dinge die ich früher nicht für möglich gehalten hatte passieren plötzlich und das sogar zwei Mal im letzten Monat. Ich bin heute früh so aufgewacht, wie ich in meiner Erinnerung gestern Abend auf dem Bett lag. Gut, ihr werdet sagen, das passiert euch jeden Tag (außer ihr seid Schlafwandler oder werdet entführt), aber ich meine damit, dass ich von der Arbeit nach Hause kam (gestern Abend 21 Uhr!) mich aufs Bett setzte (so wie ich heimkam) und dann erst des Morgens wieder zur Besinnung kam. Voll bekleidet, ungewaschen, einfach grausam. Echt jetzt.

Aber das passiert wenn ich a) überarbeitet bin und b) allzeit bereit sein muss und davon auch redlich Gebrauch gemacht wird. Letzte Nacht hat man mich zum Glück nicht gebraucht, erst um 6:45 Uhr kam eine SMS in der sanft angefragt wurde, ob ich denn in der Lage sei zu helfen. Ich war in der Lage, da ja irgendwie ausgeschlafen. ;o)

Es kommt die nächsten zwei Tage noch schlimmer, aber danach hoffe ich, dass wieder Normalität einkehrt nach 6 Monaten der Hölle. Aber das bringen so große Projekte wie das was gerade, nach für mich 2 1/2 Jahren, zu Ende geht mit sich. Wobei ich nicht sagen könnte, dass ich stolz darauf bin was ich in diesem Projekt geleistet habe, ich war ja nicht die Einzige die da mitgeholfen hat und die mit allen anderen über Berge und Täler marschiert ist. Mehr Täler als Berge muss ich gestehen. Und morgen, ja morgen ab 8 Uhr früh wird es richtig ernst. Ab diesem Zeitpunkt ist das System Live und wir werden sehen was uns als erstes um die Ohren fliegt. Insgeheim hoffe ich, so wie wir alle, nichts.

Dann war da heute am 1. Juni 2009 gegen Mittag die Meldung des Verschwindens eines Airbus der Air France. Wer mich kennt weiß, dass mir das doppelt weh tut. Auf der einen Seite natürlich wie jedem auf Grund einer Katastrophe bei der viele Menschen sterben, auf der anderen Seite wegen meiner Liebe (und da stehe ich dazu) zu diesen Flugzeugen. Wenn ich die Wahl habe zwischen Flugzeugtypen, dann fällt meine Wahl immer auf einen Airbus. Und ich betrauere jeden Verlust eines dieser Flugzeuge gemeinsam mit Airbus. Dazu muss ich sagen, dass ich die Sicherheit dieser Flugzeuge extrem schätze und ich noch nie das Vertrauen in ihre Sicherheit verloren habe, auch wenn schon einige davon abgestürzt sind. In den meisten Fällen waren es Testflüge, Showflüge und wenn dann doch einer ganz normal vom Himmel kam oder beim Landen versagte, dann waren es in den meisten Fällen Fehler der Bedienung. Technische Mängel treten kaum auf. Zumindest keine die in letzter Konsequenz zu einem Absturz führen. Genau aus diesem Grund ist meine Trauer dieses Mal besonders groß, da es so aussieht als hätte heute ein technisches (oder besser gesagt mehrere technische) Probleme zum vermeintlichen Absturz geführt. Ich hoffe man findet das Flugzeug und kann klären was passiert ist, denn diese Ungewissheit über die Ursache würde wahrscheinlich nicht nur an mir nagen.

Dann ist der 1. Juni 2009 der Tag an dem ich eine Präsentation von Google Wave gesehen habe. Es war eine sehr lange Präsentation und ich hätte nicht gedacht, dass ich sie durchhalte. Aber am Ende war ich froh diese fast 1 1/2 Stunden meiner spärliche Zeit geopfert zu haben. Wie ich bei der Registrierung für Updates zu Google Wave schrieb, es gibt BC und AC. Bald auch BW und AW. Nichts wird im Netz mehr so sein wie es war. Das wird ein Meilenstein in der Kommunikation und Kooperation. Wer knapp 1 1/2 Stunden seiner Zeit opfern kann, dem sei dieses Video empfohlen, besonders das Ende, das allerletzte Gadget, hat nicht nur mich kurzfristig sprachlos gemacht.

http://wave.google.com

Das Schafjoghurt ist jetzt alle. Eines mit Limettengeschmack hatte ich noch nie. Es war also auch das eine Neuigkeit am 1. Juni 2009.

Was war für euch Neu an diesem Tag?

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Nachtrag

Oh ja, ich war letzten Freitag vor einer Woche in Zürich am David Byrne Konzert. Ich kam nur noch nicht dazu darüber zu berichten.

Es war interessant wie jedes Konzert mit nummerierten Sitzplätzen interessant ist. Die erste Reihe war dann auch nicht die erste Reihe sondern nur die zweite, aber das ist man ja auch von anderen Veranstaltungen gewohnt.

Das Publikum war durchwachsen von jung über mittelalt zu alt. So wie Gauda eben. Da ich in der vermeintlich ersten Reihe saß kann ich über das was sich hinter mir abgespielt hat wenig Auskunft geben, denen auf der Bühne hat der Enthusiasmus und die Begeisterung aber ganz offensichtlich gefallen und gut getan (am Ende gab es dafür sogar eine Zugabe mehr als sonst üblich) so etwas erleben zu dürfen finde ich immer schön.

Ich habe zwischendurch auch meine neue Errungenschaft an Gadgets ausprobiert. Die Zx1 HD-Mini-Mini-Videokamera von Kodak. Zu der schreibe ich eventuell noch einen extra Bericht, aber dazu muss ich sie noch bei Außenaufnahmen testen. Die Zx1 ist jedenfalls bei Innenaufnahmen nicht sonderlich berauschend. Ihr könnt es ja selbst im YouTube-Fenster sehen. Manchmal relativ am Anfang einer Aufnahme beginnt sie sogar den Ton zu verzerren als ob da drinnen ein Band laufen würde und nicht der 16 GB Speicherchip. Vielleicht ist aber auch nur der Speicherchip zu langsam. Den Hochgeschwindigkeitschip konnte ich mir aber nicht leisten und 15 MB/s sollten doch allemal genug sein, oder braucht es wirklich die 30, zum 3 1/2 fachen Preis?

Ich habe David Byrne bewundert. Mit welcher Leichtigkeit er die zwei Stunden Konzert ohne Pause über die Bühne brachte. Er ist ja auch nicht mehr der Jüngste, hat aber wohl mehr Kondition als ich.

Die Tänzer haben mich übrigens am Anfang sehr irritiert. Es sah alles so dilettantisch aus. Kraut und Rüben, Kreuz und Quer…die Choreographie nicht allen Ernstes eine Choreographie. Es sah über weite Strecken eher wie Improvisation aus. Andererseits waren dann doch Elemente enthalten die einer gewisse Koordination bedurften. Schlussendlich habe ich mich damit ausgesöhnt und mir gesagt, das ist so gewollt, anders lässt es sich nicht erklären und es würde auch zu David Byrne passen, denn er war nie angepasst und für das Geradlinige zu haben.

Es war jedenfalls ein gelungener Abend und sein Geld Wert, es hat zwar eine Weile gedauert bis die Massen sich tanzend vor die Bühne wagten, im zweiten Drittel sind sie dann aber vorgeschwappt. Mir war es gleich, da ich so steife Sitzplatzkonzerte sowieso nicht leiden kann.

Jetzt sind es noch 51 Tage bis zu den Pet Shop Boys in Zürich. Ganz ohne Sitzplätze, das wird ein Spaß.

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