Archiv für Abschie-D-nehmen

Meine Freunde und Zwetschkenröster

Das sagt man so in Wien. Fragt mich aber nicht woher das kommt, jeder darf selber danach in den Weiten des Netzes suchen gehen. Das bedeutet jetzt aber nicht, dass ich in Wien bin. Weit gefehlt, da werde ich erst wieder kurz vor Silvester sein. Weihnachten verbringe ich dieses Jahr ganz alleine in Leipzig. Darauf freue ich mich schon. Weihnachten war ich nämlich noch nie da. Wer mir ein Weihnachtsprogramm über die ja doch nicht mehr so weit entfernten Weihnachtsfeiertage empfehlen will. Nur zu, ich nehme was ich bekommen kann.

Rrrrright. Freeze-Ray.

Heute ist ein Tag. So toll. Ich bin Energiegeladen, genau wie der Mann aus dem Westen gesagt hat. Ich fürchte den Montag nicht. Vor allem, da ich mir heute durch mein effizientes Arbeiten einen freien Sonntag erstrebert habe. Ich bin soooo happy. Speziell da mir bewusst ist, dass das der letzte freie Tag für die nächsten zwölf Tage sein wird. Aber dann geht es richtig ans Feiern. Ihr wisst ja dieser Geburtstag kommt schon wieder. Dabei war es mir, als wäre ich erst gestern in Düsseldorf beim Zahnarzt gewesen. Dieses Jahr wird es jedenfalls kein Geburtstag in Düsseldorf. Das ist ja schon mal recht positiv. No offense – Düsseldorfer, ich habt ein nettes Städtchen, aber ich fühle mich überall anders irgendwie wohler. Außer wenn ich bei Frau Lu zu Besuch sein darf. Aber da bin ich ja eigentlich nicht in Düsseldorf, sondern in Gedanken in Frankreich und hüte Alpakas.

Der ganze Freeze-Ray nutzt nichts, wenn ich anschließend gleich wieder abschweife.

Also. Ich mache ja normalerweise keine Werbung hier. Aber ab und an läuft mir etwas über den Weg von dem ich so begeistert bin, dass ich die Begeisterung weitergeben muss. Ich habe mir nachdem meine Monsterpackung Geschirrspültabs nach zwei Jahren zu Ende gegangen ist neue Geschirrspül-Tabs gekauft. Und ich habe mir nicht irgendwelche Tabs gekauft, nein diese wahnsinnig teuren und stylisch geilen finish (Calgonit) Powerball Dinger. Die mit der roten Kugel drin und der Quantum-Technologie. Und ich kann euch sagen, gehet hin und kaufet. So strahlend war mein Geschirr nicht einmal als es Neu war. die Gläser glänzen im Wettbewerb und alles wirklich alles ist sauber. Mit meinen alten Tabs wurde überhaupt nichts sauber. Selbst der Geschirrspüler glänzt nach einer Wäsche als gelte es den Strahlewettbewerb zu gewinnen. Ihr müsst den Tabs übrigens zudem anrechnen, dass wir hier Wasser mit einem Härtegrad von weit über der Skala haben und eigentlich mehr Kalk als Wasser aus der Leitung kommt. Manchmal bin ich echt traurig, dass bei mir nur so wenig Geschirr anfällt und ich maximal einmal pro Woche die Maschine einschalten darf. Sagenhaft.

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Frau Tascherl 2

Warum gibt es so viele Frau Tascherls auf der Welt? Ich muss jetzt einmal Werbung für ein Konkurrenzprodukt machen, denn wer Mahler noch nicht gelesen hat, der sollte es schleunigst nachholen. Er alleine ist es, der mich in dieser Welt nicht gänzlich verzweifeln lässt. Seien es Geschichten über seine Beamtin am Finanzamt oder seiner nunmehr schon länger Ex-Steuerberaterin der Frau Tascherl.

Ich kämpfe ja gerade mit meiner Frau Tascherl 2. Sie ist nicht ganz so arg wie Mahlers Frau Tascherl (sie hat keine Tochter die Zahnschmerzen haben kann), aber sie bereitet meinem Magen unendliche Schmerzen. Nicht nur, dass sie alles verschleppt und immer nur am letzten Drücker macht, obwohl sie es mir schon vor Monaten versprochen hat gleich zu erledigen, nein, sie arbeitet auch noch ungenau. So ungenau, dass selbst der Steuerprüfer keine Möglichkeit hat nicht da drüber zu stolpern. Damals habe ich sie noch gefragt warum ich plötzlich so viel Geld zurückbekomme, da meinte sie das ist schon alles in Ordnung so. Ich habe mich gefreut und natürlich habe ich das Geld nicht für die jetzige Nachzahlung gespart.

Aber solche Nachzahlungen schaffe ich ja mit Links, das geht aus der Portokasse. Läppisch.

Dann sind da natürlich wie ich erwartet habe Verzugszinsen enthalten. Sehr hohe Verzugszinsen, da ja auch die Nachzahlung sehr hoch ist. Und die Frau Tascherl hat mir in x Telefongesprächen immer wieder versichert, dass das eh nicht so viel wird. Da ist ja nur die Umsatzsteuer nachzuzahlen. Die Einkommensteuer und die Gewerbesteuer hat sie immer unterschlagen. Beim letzten Gespräch meinte sie ob ich denn schon den Bescheid bekommen habe, ich verneine das, denn es kam bei mir nichts an. Heute habe ich es dann per Fax erhalten. Und bin aus den Latschen gekippt. Nicht nur, dass die Zahlungsfrist bereits seit drei Wochen überschritten ist und ich wahrscheinlich noch mehr Verzugszinsen aufgebrummt bekomme, ist die Nachzahlung auch noch weit über den Erwartungen die mir ihre Aussagen suggerierten.

Ja, und die Verzugszinsen. Der Fehler lag eindeutig in ihrem Bereich, da sie eine Rechnung vergessen hat. Ich bin gewohnt, dass ein Steuerberater der etwas auf sich hält dann auch sagt, es tut mir leid, das war mein Fehler, die Verzugszinsen übernimmt meine Versicherung. Nein, ganz im Gegenteil. Sie sagt gar nichts und tut so als sei das ganz alleine mein Problem. Und sie sagt dann noch, na es ist eh nichts passiert, zahlen hätten sie die Steuern ja so und so müssen. Hä? Klar hätte ich die Steuern so und so zahlen müssen, aber damals habe ich das Geld gehabt, heute habe ich es nicht mehr. Und diese Aussage hat sie mir x-Mal wiederholt. Aber mit mir nicht Frau Tascherl 2. Ich suche mir jetzt eine Steuerberaterin die ausnahmsweise keine Frau Tascherl ist, sondern auch noch Rechtsanwältin obendrein.

Oooooommmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmm….

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Ein Geburtstag

Angefangen hat alles gestern Früh, wie halt jeder Tag so in der Früh anfängt. Der Tag war aber was besonderes, für mich halt, sonst ja wohl eher nicht. Ich krabble aus meinem kleinen Bett in das kleine Hotelzimmer und verschwinde kurz mal im kleinen Bad. Zu viel klein? Nee. Zu wenig. Dann Frühstück. Ok. Da waren sogar zwei Menschen die aber gleich das Weite suchten als ich da im Frühstücksraum aufkreuze (dabei merke ich mir vor, auf meinem Zimmer noch einmal den Spiegel zu kontaktieren, man weiß ja nie).

Frühstück war dann ok. Da war alles was man brauchte bis hin zum supermegariesen Croissant. Hab ich natürlich vertilgt. Der Raum war leider etwas frisch, das hat auch die Frühstückschefin bemerkt und auch gesagt. Ich sage, ja etwas frisch, aber macht nichts, dann wird man wenigstens wach (der war so schlecht, dass sogar mir fast schlecht wurde, aber sie hat einen gequälten Lacher losgelassen – ich liebe aufgelockerte Stimmung).

Dann ein bisschen in der Zeitung gelesen, von wegen lichttechnisch toll rot beleuchteter Rhein, wegen der tollen Bambiverleihung. Sah aus als ob da ganz viele Menschen hineingeblutet hätten und erinnerte mich an eine der Plagen des alten Ägypten.

Dann freundlich bedankt und ab ins Zimmer Sachen packen, auschecken und ab zum Zahnarzt. Punkt 9 Uhr da aufgeschlagen. Alles ohne Probleme bis auf die eine Brücke. Sie passt nicht. Ist zu niedrig. Erinnerte mich an die eine Brücke die sie aus Deutschland in die Schweiz gebaut hatten und dann war da in der Mitte ein Niveauunterschied von einem halben Meter, da die Schweizer Meeresspiegel Mittelmeer ansetzten und die Deutschen Meeresspiegel Nordsee. Naja, so ähnlich war das mit meiner Brücke. Die zufällig anwesende Technikerin sagte, oje, aber das machen wir gleich, um 13 Uhr bin ich wieder da. Ich wurde wieder notdürftig versorgt und meine beiden anderen Brücken (ja ganz viele Brücken, sagt euren Kindern sie sollen ordentlich Zähne putzen) wurden eingepflanzt und die gab ich nicht mehr her.

Um 11 Uhr da raus und zum nächsten Arzttermin gehetzt. Blutabnahme. Wie toll. Hab heute noch einen dunkelroten Fleck. Da wieder pünktlich raus und zurück zum Zahnarzt. Wieder pünktlich um 13 Uhr zurück und tatsächlich die Technikerin kommt gleich nach mir. Anprobe. Alles passt. Etwas ungewohnt, aber nicht mehr zu niedrig. Dafür lisple ich, da ich mich ständig in die Tsunge beiße. Wird sich wieder geben. Spätestens wenn das Eck der Tsunge abgeknabbert ist.

Ich beim Zahnarzt um 14 Uhr raus und da noch genug Zeit bis zum Abflug um 17 Uhr war mit dem Bus zum Flughafen, einchecken. Am Weg dorthin habe ich im Bus schon bemerkt, dass die erst zu niedrige und jetzt beißende Brücke wackelt. Hat mir nicht gefallen. Sollte doch nicht so sein. Nach dem Einchecken den Zahnarzt angerufen und gesagt, da wackelt was. Er meint, ja am besten wäre ich würde gleich noch mal herkommen. 14:45 Uhr. Ich, na gut, ich nehme ein Taxi. 15 Minuten später sitze ich wieder auf dem Zahnarztstuhl (eins der schönen Dinge an Düsseldorf ist die Nähe des Flughafens zur Stadt) und die eine Assistenten die das einpflanzen der letzten Krone assistierte meinte, aber sie waren doch gerade schon mal da, nicht? Ich, ja. Mein Gedächtnis ist schwach, gibt es noch schwächere?

Ok, dann kam der Zahnarzt und schaute mal. Brücke sitzt bombenfest. Alles ok, aber da steckt noch ein Krümel zwischen den Kontaktpunkten der beiden Brücken und deshalb kippt sie immer vor und zurück. Krümel entfernt. Brücke kippt nicht mehr. Später erneut im Bus allerdings wieder ein bisschen. Vielleicht liegt es an dem kalt/warm, dass sich die Brücke dehnt und zusammenzieht. Heute ist jedenfalls alles in Ordnung und die Tsunge ist auch schon ein Stück kleiner.

Sicherheitskontrolle Düsseldorf. Kein Pieps diesmal. Ich aber lässig mit den Händen in der Hosentasche durch den Torbogen des Securitychecks gewandert. Der Herr dahinter lächelt und da ich nicht gepiepst hatte winkt er mich durch. Die Steinbeißerin danach keift mich an. „Hände aus der Tasche“. Und fuchtelt danach noch mit ihrem tollen Metalldetektor an meinen leeren Taschen herum. Manche haben ihren Beruf nicht verfehlt.

Ich musste dann noch elendiglich lange auf den Abflug warten. Da wäre sich sogar noch ein vierter Besuch beim Zahnarzt ausgegangen. Rest ereignislos. Die Schweiz eben.

Heute Früh habe ich dann noch für die Belegschaft (das macht man so) 45 Mandelbärli eingekauft. Ich dachte das ist so eine schöne Zahl. In der Firma habe ich dann nachgezählt und die Frau beim Bäcker hat es wohl gut mit mir gemeint, denn ich zählte 46. Dass sie mich damit um ein Jahr älter gemacht hat, war ihr wohl nicht bewusst. Aber den einen hebe ich auf, für nächstes Jahr, dann beiße ich mir daran die Zähne aus und dann kann das Spiel von Vorne beginnen.

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Reisefieber

Ja so ist das, wenn man permanent unterwegs ist. Dann kann es einem, so wie mir gerade heute passieren, dass man in seiner Lieblingsstadt (dies mit etwas Zynismus zu lesen, wobei ich mich frage ob etwas Zynismus überhaupt geht) seinen 45. Geburtstag „feiert“. Noch dazu in einem zwar sauberen (da kann man nicht meckern) Hotel, aber doch mit einem Ambiente das bei leicht depressiven Gemütern dazu führen könnte sich hier einfach mal so aufzuhängen.

Aber ich will mich nicht beklagen, hier gibt es gratis Internet und das ist in anderen Hotels (auch bei wesentlich mehr Sternen) nicht unbedingt üblich.

Am heutigen Tag habe ich wieder einmal bemerkt wie sehr mir eine Abhängigkeit von der Zeit auf den Magen schlägt. Seit Wochen wusle ich nur noch in der kleinen Weltgeschichte herum (Schweiz und Deutschland) und hoffe jedesmal zum einen inständig, dass kein neuer Bahnstreik angesagt wird, und zum anderen, dass ich ganz bald ein paar Tage Ruhe finde. An manchen Abenden merke ich sehr stark, dass ich bereits ein alter Knochen bin. ;o)

Aber Weihnachten kommt bald und vom 22.12. bis zum 5.1. habe ich Ferien. Zwar auch mit einer Verpflichtung zwischendurch, aber die werde ich ganz locker nehmen. Ganz, ganz locker. Ganz, ganz ehrlich.

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Alles ist Relativ

Ich bin noch ein abschließendes Protokoll zu Düsseldorf schuldig geblieben.
Ich werde mich auch kurz fassen.
Meine Verweildauer in der Düsseldorfer Wohnung belief sich auf exakt 75 1/2 Klorollen.

Hier in Leipzig hab ich auch schon wieder den Drang meine Verweildauer in Klorollen zu zählen.
Es drängt mich. Ganz schwer. Werde ich dem Drang widerstehen können? Schalten Sie auch morgen wieder ein wenn es heißt…ja, und so weiter.

Für Bern ist das übrigens technisch nicht möglich, da wir zu zweit in der Wohnung leben (für 5 Monate sogar zu dritt) und ich kann schwer heraus rechnen wie groß mein Anteil ist.

Dies ist ein Update zum Einsteinjahr. Das ist auch schon wieder relativ lange her.

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