Ich geb euch ein Wort
Mönschetöggelichaschte
das ist simpel ein Tischfußballkasten. Mönschetöggeli hat man mir erklärt sind die kleinen Menschen die da an der Stange aufgespießt sind.
Mönschetöggelichaschte
das ist simpel ein Tischfußballkasten. Mönschetöggeli hat man mir erklärt sind die kleinen Menschen die da an der Stange aufgespießt sind.
RSS feed für Kommentare zu diesem Eintrag · TrackBack URI
aschantinuss sagte,
5. September 2009 @ 20:12
“Tischfußballkasten” ?!?! Himmel, Frau, du treibst dich zu viel in umständlichsprachigen Ländern herum. Wutzler heißt das.
tibits sagte,
5. September 2009 @ 20:45
*lol* Ach Frau Nuss, ich gebe Ihnen ja so Recht.
Es ist ein Kreuz hier. Seit Wochen versuche ich zum Beispiel Semmelwürfel zu finden, aber die gibt es einfach nicht, oder sie haben einen ebenso komplizierten Namen wie der KleineMenschenKasten.
Jetzt habe ich mir die in elender Kleinarbeit aus zwei kleingeschnittenen Baguettes (das hier Pariserbrot oder Französisches Brot heißt? Hab’s verdrängt) selber getrocknet. Mühsam sag ich dir, mühsam.
Naja, morgen gibt es jedenfalls Serviettenknödel mit Eierschwammerlsauce. *hehe*
aschantinuss sagte,
10. September 2009 @ 16:10
Also, das weiß ich jetzt auch nicht, auf welche Anrede die Semmelwürfel in der Schweiz bestehen. Aber ich hab grad recherchiert, in Südtirol nennen sie die Tirolerknödel “canederli tirolensi” – das heißt du könntest nach Graubünden fahren und hoffen, dass die ein ähnliches Italienisch sprechen wie die Südtiroler und das Knödelbrot daher pane per canederli nennen. Mit viel Glück ist die Packung zweisprachig und du kannst gleich nachschauen wie es in der vermeintlich deutschsprachigen Schweiz heißen muss. Tessiner Brötli Bröckeli, womöglich.
tibits sagte,
10. September 2009 @ 22:31
Du bist ja ganz schön kreativ was das Finden der Semmelwürfel in der Schweiz anbelangt. ;o) Ich sollte in der Tat mal ins Tessin fahren, aber ich hab nichts Gutes darüber gehört und für diesen Satz werde ich wahrscheinlich gleich Einreiseverbot bekommen. ;o)
Ich habe mich zwischenzeitlich von den Semmelwürfeln verabschiedet, da ich in den nächsten fünf Wochen fünf Kilo abnehmen möchte und dabei auch noch 20 Jahre jünger werden will. Ersteres werde ich schon schaffen, Letzteres eher nicht, aber ich hab schon wieder ein Hirngespinst im Kopf, das sich vehement Raum schafft. Ich immer mit meinen Hirngespinsten, wie alt muss ich werden, damit die aufhören? ;o)
aschantinuss sagte,
11. September 2009 @ 16:54
Jetzt ist mir klar warum die Hirngespinste bei dir nie vergehen. Du erreichst natürlich nie ein vernünftiges Alter, wenn du von ein bisschen Knödelenthaltsamkeit gleich 20 Jahre jünger wirst. Im Gegenteil, du musst achtgeben, dass du durch eine versehentlich zu große Knödellücke im Speiseplan nicht deine Geburt rückgängig machst. Himmel, wir müssen unbedingt bömisch Essen gehen wenn du mal wieder in Wien bist. Und ich schicke dir noch diese Woche meine Rezepte für Innviertler Knödel und Grießknödel und Germknödel und… Halt bitte durch inzwischen!!!
(P.S. Was für ein Gespinst spintisierst du denn?)
aschantinuss sagte,
21. September 2009 @ 11:00
Ich hab bei einer Weinverkostung (nein, nicht freiwillig) auch ein bisschen Schweizerisch lernen dürfen.
Dass der “Boordo einen Tötsch Baumnüsse” hatte, hab ich ja noch recht gut verstanden (Wenn man mal weiß, dass die Brutalbetonung auf der ersten Silbe auch bei französischen und englischen Wörtern greift, errät man die Bedeutung ja doch immer öfter). Als der Kommentator dann aber “Keksfrüchte und Frühstückspflaumen” herausschmecken wollte, dachte ich “Na, der ist aber jetzt auch schon hackedicht.”
Heute weiß ich, dass ich ihm Abbitte leisten muss, denn Cakesfrüchte ist ein ausdrücklich fachausdrücklicher Sammelbegriff für Trockenfrüchte, die man in einen Kuchen tun kann und Dörrzwetschken isst der Schweizer, so scheint es, besonders gern zum Frühstück. Eigentlich konsumentenfreundlich, die Verwendungsmöglichkeiten für eine Zutat gleich in der Bezeichnung unterzubringen.
tibits sagte,
21. September 2009 @ 21:17
Ich finde nicht, dass das so eine gute Idee ist, wenn man den Dingen gleich im Namen einverleibt wann man sie essen darf. Das ist für einfache Gemüter sicher von Vorteil, aber Menschen mit mehr Drang zu Individualität verleidet man damit das Essen der Dörrzwetschken nach der Mittagszeit oder am Nachmittag oder gar am Abend (was ich ja nicht empfehlen würde).
Bei Attributen wie Baum in den Nüssen ist das natürlich etwas anderes. Denn immerhin zeigen die Menschen eine gewisse Affinität zur Natur. Sie wissen zumindest, dass diese Nuss nicht auf Sträuchern wächst. Selbst das kleinste Kind weiß das damit schon und hat gegenüber den Menschen die sie Walnüsse nennen einen gewaltigen Vorsprung. Denn seien wir ehrlich, wie lange hast du gedacht die Walnüsse werden aus Walen gemacht? Und als du dann wusstest, dass da kein Wal die Finger im Spiel hat, wie lange hat es dann noch gedauert bis du die Nuss einem Baum zuordnen konntest? Unfair ist natürlich wenn du sagst, ihr hättet so einen Baum im Garten gehabt, denn ich hatte den nicht.
Ich verstehe übrigens nicht warum der gemeine Österreicher so eine Ader hat, die ihn dazu veranlasst Dinge bei Namen zu nennen die nun absolut nichts mit dem Produkt zu tun haben. Wo sind in den Eierschwammerln die Eier (außer man kippt sie in der Pfanne drüber) oder im Vogerlsalat die Vogerl, immerhin in Kalbsvogerl ist zumindest Fleisch enthalten, wenngleich ich mir ein Kalb mit Flügel auch wieder so schwer vorstellen kann und mit Fisolen fängt doch auch keiner etwas an, nicht mal ein Schweizer.
aschantinuss sagte,
23. September 2009 @ 11:11
Das mit der Walnuss ist ein bisschen irreführend (Übrigens: Nein, wir hatten damals nur einen Nordbalkon mit wildem Wein.), das geb ich zu. Für das Überleben in der Wildnis ist es sicher praktischer, wenn klar ist, sie kommt an Land vor und der Name gibt einem auch noch einen Hinweis in welcher Höhe man zirka mit ihr rechnen muss.
Das mit den Eierschwammerln hat sich so zugetragen, dass man beim Pilzesammeln natürlich wahnsinnigen Hunger kriegt. Und wenn so ein eierspeisfarbenes Schwammerl im Laub hervorblitzt, assoziiert man sich gleich ein gigantisches Omelett dazu. Wir Österreicher haben uns diesbezüglich vielleicht weniger unter Kontrolle als die Deutschen und die Schweizer.
Beim Vogerlsalat ist es so gewesen, dass die Menschen es nicht zu allen Zeiten toll fanden, ewig an fitzelkleinen Blättern herumzuzupfen nur um in der Salatschüssel dann fast so viel Sand wie Grünzeug zu haben. Man hat daher damals rigoros gesagt, das ist ein Unkraut, das sollen die Viecher fressen. Die Engländer haben es so gelöst, dass sie lamb’s lettuce dazu gesagt haben. Die Österreicher wollten eigentlich sagen, der ist für die Fisch, das ist ein Fischsalat. Es ist ihnen aber sofort bewusst geworden, dass das zu Verwechslungen und Enttäuschungen führen würde, weil doch Matjessalat schon erfunden war. Also haben sie das Unkraut stattdessen Vogerlsalat genannt.
Ja, von unseren Fisolen sind immer alle fasziniert. Das hab ich bei besagter Weinverkostung auch erklären müssen “Sind alle Bohnen Fisolen?” und was halt immer so gefragt wird. Hier ist es natürlich wieder praktischer, wenn man Gartenbohne sagt, weil man dann theoretisch weiß, wo man sie finden kann. Dass das nur klappt, wenn sie vorher dort angebaut wurde, sagt einem aber in dem Fall keiner. Die Österreicher tun sich beim Gartenbau dafür wieder leichter, weil sie sich bei der Diplomgärtnerausbildung die lateinische Bezeichnung Phaseolus vulgaris superleicht merken können und dadurch gleich das Berufspraktikum als Fisolenbauer machen können.
So hat halt jede Küchensprache ihre Vor- und Nachteile.
tibits sagte,
29. September 2009 @ 10:22
Wow, da hast du aber sicher lange recherchiert. Ich bewundere dich, aber gut das ist nichts Neues. ;o)
Als Nicht-Lateiner hat mir die Fisolen-Erklärung am besten gefallen, da ich mich tatsächlich schon lange gefragt habe wo das Wort herkommt. Immerhin jetzt kann ich mit Wissen prahlen.
Gestern wollte ich übrigens mit einem Kollegen Mönschentöggeli spielen gehen, aber er ist leider krank geworden. Zu dumm auch. Ich sollte mir jetzt endlich wieder einmal etwas zum Spielen kaufen, ich glaube ich bin gerade wieder so richtig tief in einer meiner Spielphasen. Das Doofe am Spielen ist, dass man da oftmals eine zweite Person dazu braucht.
Wenn ich übrigens einen größeren Messestand hätte, dann würde ich da glatt so eine Mönschentöggeli-Maschine aufstellen. So muss ich wieder bis Erlangen warten, sofern die das dort wieder anbieten. Beim letzten Mal haben sie sich das ja aus Platzgründen gespart. *hach*
Ich geh jetzt besser arbeiten bevor ich auf noch mehr dumme Ideen komme.