Bankenkrise – Wirtschaftskrise?

Kann mir einer da draußen erklären was da gerade in der Welt mit der Bankenkrise vor sich geht? Haben sich da zu viele Menschen zu viel Geld ausgeliehen und können es jetzt von einem Tag auf den anderen nicht zurückzahlen? Haben zu viele windige Spekulanten Geld aus dem System gezogen und nicht wieder eingebracht? Warum darf man überhaupt spekulieren? Warum gibt es Aktiengesellschaften?

Handel mit Rohstoffen ist ja schön und gut, aber warum spekuliert man auf die Preise von Rohstoffen in einem halben Jahr? Das ist doch nichts anderes als ein teures Glücksspiel. Oder sehe ich das falsch?

Vor zwei Jahren habe ich gesagt, in fünf Jahren ist der Kapitalismus Geschichte. Gehen wir schneller darauf zu? Gibt es tatsächlich Auswege aus der Krise die nicht auf weiteren Spekulationen aufbauen?

Auch wenn der Beitrag Kraut und Rüben mischt, hat jemand einfache Antworten?

4 Kommentare »

  1. Wolfdietrich sagte,

    5. Oktober 2008 @ 10:25

    definiere einfach.

    Der spaß an aktien, bzw wirtschaftsspekulationen ist dass man aus nichts geld machen kann.
    Das problem dabei ist dass die gleichung in beide richtungen funktioniert. jede menge geld kann sofort wieder nichts werden.
    Das ist wie bei schrödingers katze. es ist da und nicht da zugliech.
    und ja. es ist glückspiel. es geht um wahrscheilichkeiten. und darum das beste aus seinen möglichleite zu machen.

    Der kapitalismus wird nie wirklich geschichte sein. die Menschen sind viel zu selbstsüchtig als dass andere systeme groß greifen könnten. Es kann aber sein dass er sich weiterentwickelt.
    Theoretisch gibt es sicher viele auswege, die frage ist viel mehr akzeptieren die menschen einen solchen lösungsweg?

  2. Nina sagte,

    8. Oktober 2008 @ 22:59

    Kapitalismus bzw. Egoismus wird sicher nie Geschichte sein, da gebe ich Wolfdietrich recht.

    Wichtig wäre wohl eher, dass dieses unser Wirtschaftssystem Geschichte wird. Und das bald. Weil es absolut blödsinnig und unlogisch ist. Kein System des Universums kann unaufhörlich wachsen, irgendwann ist die kritische Masse erreicht, und das System kollabiert. Beispielsweise indem es implodiert und ein schwarzes Loch bildet. Irgendwie hab ich den Verdacht, dass mit dem Aktienmarkt genau das geschehen sollte, damit der Spuk endlich ein Ende hat.

    Problem 1: Ein schwarzes Loch verschlingt alles um sich herum, ergo werden wir so einen Kollaps auch nicht unbeschadet überstehen.

    Problem 2: Eine Gesellschaft, die schon mal so ein hirnrissiges System wie das jetzige erdacht hat, hat gute Chancen, mit einer noch blöderen Nachfolgeidee daher zu kommen.

    Mein Vorschlag: Paläontologie oder Astronomie studieren. Löst zwar die Probleme nicht, relativiert im Lichte der Zeitspannen aber ihre Gewichtigkeit.

  3. tibits sagte,

    8. Oktober 2008 @ 23:26

    Das wäre auch mein Ansatz. Weg von den AGs wieder in zum gesunden Familienbetrieb. Warum muss ich unbedingt wachsen nur um des Wachsens Willen? Warum muss ich Kredite aufnehmen um mehr produzieren zu können? Warum kann ich nicht Rohstoffe handeln, statt dummer Papiere die das Papier nicht Wert sind auf dem sie gedruckt wurden?

    ad 1) Cern geht erst wieder nächsten Frühjahr in Betrieb.

    ad 2) Dem geb ich gute Chancen.

    Ok, du studierst Paläontologie und ich Astronomie und wir kaufen uns Aktien, damit wir im Winter etwas zu heizen haben. Briketts sind aber wohl billiger und effizienter. Doch dann war da wieder das CO2. Damn it.

  4. Shining sagte,

    2. März 2009 @ 22:50

    Schau dir mal das islamische Finanzsystem an. Wie du schon gesagt hast, ist das aktuelle System vielmehr ein Glücksspiel.
    Hinzu kommt aber noch das Problem mit den ganzen Zinsen etc.
    Leider habe ich im Moment keine Zeit es näher zu erklären, geh doch aber auf den Link :
    http://www.youtube.com/watch?v=jCSoKFmM-vw&NR=1

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