There’s Treasure Everywhere

Auf der Suche nach meiner geliebten Goldkette mit Doppelaxtanhänger (ich vermisse die schon sehr lange) habe ich gerade eben wieder einmal in meinen ewig aus Platzgründen nicht entleerten Umzugskartons gewühlt. Dabei kamen Schätze zu Tage an die ich schon gar nicht mehr gedacht habe.

Speziell jene Zeichnungen die ich 2004 in Düsseldorf, als ich dort einen Comiczeichenkurs besuchte, angefertigt habe. Dabei fielen mir auch wieder meine allseits geschmähten Slugworth-Zeichnung in die Hände. Sie sind durchwegs schlecht, das muss ich fairerweise dazu sagen, denn ich bin absolut keine begnadete Zeichnerin. Aber einige davon haben durchaus eine Qualität die mich heute noch erstaunt. Ich kann zudem nach wie vor über den Witz in ihnen lachen. Nicht viele andere würden wohl darüber lachen, aber ich war schon immer leicht zu unterhalten. Nicht so leicht wie Nina, aber nahe dran.

Slugworth Bewegung

Eine der Zeichnungen habe ich jetzt eingescannt. Sie entstand während des oben erwähnten Comiczeichenkurses, als wir Bewegungen durchnahmen.

Vielleicht noch eine kurze Erklärung zur “Person” Slugworth. Slugworth ist eine Nacktschnecke mit dem Tick, dass er mit seinem Leben als Nacktschnecke (Slug) nicht zufrieden ist und immer neidisch auf die Schnecken mit Haus (Snail) starrt. Eines Tages an einem Strand entdeckt er einen Alt-Schneckenhaus-Händler und kauft sich dort ein Schneckenhaus. Das Schneckenhaus zu befestigen ist eine ziemlich herausfordernde Angelegenheit und alles kleben nutzt nichts, da es ständig runterfällt. Da kommt er auf die Idee es mit einem Gürtel zu befestigen und fortan trägt er sein Schneckenhaus mit einem Gürtel befestigt. Er erkennt dabei aber nicht, dass das Schneckenhaus eine Besonderheit hat. Das Schneckenhaus ist ein Linksträger-Schneckenhaus. Also absolut unbrauchbar. Auf seiner Wanderschaft macht er in weiterer Folge Bekanntschaft mit einem Insekt, welches sehr schnell die behäbige Gutmütigkeit von Slugworth für sich entdeckt und ihn von einem Fettnäpfchen ins nächste führt.

Wie ich schon sagte, es existieren nur ganz wenige dieser jeweils 4-Bild-Comics auf Papier, aber noch ganz viele in meinem Kopf. Es mangelt einfach an meiner Fähigkeit zu zeichnen und zudem meiner Fähigkeit meine Vorstellungen der Zeichnungen an jemand anderen weiterzugeben, der sie dann so umzusetzen vermag, wie ich es möchte. Ihr müsst also noch warten, um ganz viele dieser Slugworth-Comics zu sehen, bis jene Maschine erfunden ist die Gedanken 1:1 als Bilder auf Papier bringt.

Ach ja, die Kette habe ich auch eben wiedergefunden. Sie war allerdings in in keinem der Umzugskartons.

5 Kommentare »

  1. Wolfdietrich sagte,

    13. September 2008 @ 17:18

    cute^^

    was so eine maschiene angeht muss ich agen vergiss es. bei jeder übertragung geht eine kleinigkeit verlorgen. 1:1 geht einfach nicht.

  2. Nina sagte,

    14. September 2008 @ 22:02

    Wenn ich so leicht zu unterhalten wäre, würde ich mich über deine Kalauer amüsieren anstatt darunter zu leiden. :-P

    Bei der Handlung rund um Slugworth sehe ich einen Haken, der selbige (nämlich die Handlung) noch im Keim erstickt hätte: Eine Nacktschnecke auf einem Strand… ist sehr schnell eine panierte und in der Folge eine ziemlich tote Nacktschnecke.
    Vielleicht hättest du das zeichnen sollen. Wäre lustiger und nicht so lang wie deine Saga. ;-)

    (OK, es gibt auch Kieselstrände, aber ich weiß ja, welche Art DU bevorzugst.)

  3. tibits sagte,

    14. September 2008 @ 23:42

    Liebste Frau Ruzicka,

    zeig mir einen Schilling und ich lache ist dein Wahlspruch.

    Und zweiteres. Wie realistisch muss ein Comic sein? Hallo? Wer hat den kleinen Gürtel gemacht, die Schusterschnecke? Und wer das Loch in das Schneckenhaus? Und ein Schneckenhaus auf Links? Und hey diese Schnecke kann auch noch reden und schnell vorwärts fliegen. Wow. Ich wette die gleitet auch über Sand ohne paniert zu werden. Ja sakra. ;-P

  4. Nina sagte,

    15. September 2008 @ 01:00

    Mir gefällt die Vorstellung aber. :-)

    Hey, das wär doch ein Titel für deine Autobiografie: “Die panierte Nacktschnecke”
    Wenn das kein Reißer wird! Darunter kann sich nämlich KEINER was vorstellen, drum werden sie alle dieses Buch kaufen!
    Sieh zu, dass du es selbst verlegst.

  5. tibits sagte,

    15. September 2008 @ 08:18

    Ich stimme dir zu, compelling. Warum bin ich bei so viel Sand eigentlich noch nicht tot?

RSS feed für Kommentare zu diesem Eintrag · TrackBack URI

Hinterlasse einen Kommentar