Vermisst ihr mich?

Nein? Dann is ja gut.

Ich habe derzeit leider viel zu tun und ich arbeite auch Samstag und Sonntag und ja eigentlich immer und dauernd unter Stress. Das hat jetzt alles nichts mit dem Verlag zu tun, leider. Viel lieber würde ich exzessiv die Frankfurter Buchmesse für uns vorbereiten dabei bleiben dafür nur die Minuten zwischen Aufwachen und tatsächlich aus den Augen sehen können und am Abend die Sekunden zwischen erstem Mal ohne zu hyperventilieren Hinsetzen und ohnmächtig ins Bett fallen.

Das Schlimme daran ist, dass ich derzeit keine Besserung dieses Zustands in Aussicht habe und mein nächstes verlängertes Wochenende in Leipzig erst in zwei Wochen stattfindet.

Ich bin jedoch nicht hier um zu jammern, sondern zu verkünden, dass ich nach dem Fiasko der Liste der unbedingt während meines Urlaubs abzuhakenden Dinge gestern am Weg nach Hause vom wöchentlichen Einkauf eine neue Liste geboren habe. Nette Formulierung, wenn ich mir das lebhaft vorstelle … nein.

Die Liste jedenfalls ist nicht eine zum Abhaken, sondern eine zu erstellende. Und zwar mit Sachen die ich schon sehr sehr lange nicht getan habe. Der erste Punkt der diese Liste von nun an für immer anführen wird ist die Tatsache, dass ich 2005 das letzte Mal in einem Reisebüro war und eine Reise gebucht habe. Es ist ja nicht so, dass ich die letzten Jahre nie gereist wäre, aber diese Reisen habe ich allesamt im Internet gebucht. Es waren allerdings nicht richtige Reisen im Sinne von Urlaubsreisen, denn ich fuhr oder flog entweder nach Düsseldorf oder Wien oder Bern oder Leipzig oder Angoulême oder Frankfurt oder Erlangen oder Luzern oder Berlin oder Domburg oder – ja das war’s so ziemlich.

Ich bin jedenfalls gespannt wann ich das nächste Mal in ein Reisebüro gehen werde um eine richtige Urlaubsreise zu buchen. Das wird wohl noch eine Weile dauern. Und wohin könnte ich mir vorstellen zu fliegen? Vancouver? San Diego? Thailand? Neuseeland? Cook Islands? Key West? Los Angeles?

4 Kommentare »

  1. aschantinuss sagte,

    11. September 2008 @ 16:55

    Zählt es noch immer, wenn man zwei Wochen später sagt: “Ja, hier, ich vermisse dich?” Oder ist das mit soviel Verspätung formuliert ein Anwendungsfall für meinen Lieblingssatz “Das hättest du dir eher überlegen müssen.” (Ich glaube ja, dass es einem sämtliche Gehirnzellen bereits in den ersten Lebensjahren durchhaut, wenn man dieses eher Überlegen wirklich für alles was eher überlegt gehört macht. Denn vermutlich wären alle Überlegungsarbeiten lebensgesamt in den Moment hineinzuverdichten, in dem man den ersten logischen Gedanken fassen kann, um dem ehernen Vorwurf zu entgehen.) Ich weiß, dein Mail hab ich auch noch nicht beantwortet, obwohl ich es mir jeden Tag jeweils für den Abend vornehme… Ich fühle mich ein bisschen als hätte ich einen Verlag, wahrscheinlich ist das Mitgefühl ;-)

    Hab ein schönes Leipzig Wochenende und erhol dich gut!

    Gruss von der Nuss

  2. tibits sagte,

    12. September 2008 @ 00:00

    Liebste Frau Nuss,

    ihrer Person gegenüber bin ich der geduldigste Mensch dieser Welt. Die Zeit mit Ihnen macht zwar mehr Spaß, als die Zeit auf Sie zu warten, aber es ist trotzdem eine angenehme Zeit, da ich weiß, dass Sie da sind. Und alleine zu Wissen, dass Sie da sind zaubert mir ein Lächeln auf die Lippen. Immerzu.

    So betrachtet ist es also nie zu spät für ein “ich vermisse dich” von Ihnen.

    Du wirst also nie den Satz “Das hättest du dir eher überlegen müssen” von mir hören, höchsten deinen geliebten Satz, “Das hätte ich dir aber gleich sagen können”.

    Übrigens kenne ich Menschen die immer eher überlegen. Die kommen aber nie zu was. ;-)

    Leipzig ist noch da. Und mein weiches Bett auch. Und ich gehe da jetzt schlafen und wache morgen für einen sehr anstrengenden Tag auf. Eine Belohnung wird es aber für all die Anstrengung geben. Einmal darfst du raten welche. ;-)

  3. aschantinuss sagte,

    12. September 2008 @ 16:32

    Ja, das ist eines der großen Rätsel: Warum nutzt Tibits ihre unglaubliche theoretische Kapazität Dinge gleich zu sagen nicht, indem sie sie wirklich gleich sagt – vorallem in Anbetracht der Tatsache, dass sie sonst auch nicht so der schweigsame Typ ist. Irgendwann komme ich noch drauf. Und bis dahin bin ich einfach stolz jemanden zu kennen, der die Fähigkeit hätte einem praktisch alles gleich zu sagen, wenn sie nur wollte.

    Oh, haben die jetzt schon wieder offen? Ich dachte die urlauben bis Ende September? Das ist ja so jemein. Jetzt sitze ich vor dem Bildschirm und mache ganz riesige Coulantaugen (ähm Kulleraugen, wollte ich sagen).

    Nuss

  4. tibits sagte,

    12. September 2008 @ 16:47

    Na das Problem ist doch, dass ich im Vorfeld ja nicht wissen kann, was ich gleich sagen hätte können. Erst wenn es dann vor mir steht fällt mir auf, dass ich das eigentlich schon vorher gewusst habe, aber nicht die Möglichkeit ins Auge gefasst habe, dass es wichtig sei mein Wissen sofort und gleich unter die Menschen zu bringen. Ich bin wohl meiner selbst nie sicher und deshalb muss ich es dann immer erst praktisch bewiesen bekommen, dass ich doch Recht hatte. Hmm. Alles eine Frage des Selbstwertgefühls. An diesen Punkt komme ich immer wieder. Meine Nemesis. ;o)

    Und nein, die urlaubten nur bis Ende August. zum Glück, denn wenn ich erst im Oktober wieder an Schokolade gekommen wäre, hätte ich einen sehr schlechten Eindruck bei der Buchmesse gemacht. Wobei ich mir durchaus vorstellen kann auch so einen schlechten Eindruck bei der Buchmesse zu machen.

    Ich habe dort heute eine Tasse heiße Schokolade getrunken und eine Gallette mit einer Käse/Bananen Füllung gegessen und dann habe ich Gavottes gekauft, das sind so Crepes Röllchen die eigentlich wie Hohlhippen schmecken nur feiner, und natürlich zwei Coulants und zwei Macarons und zwei Trüffel mit irgendeinem Pfeffer drinnen und dann gab es einen Mango/Schokoaufstrich und Crème de Marrons de L´Ardèche (mit zerbröselten glasierten Maronen) und in so kleinen süßen Einmachgläsern Praliné und Calisson Aufstrich. Und weil ich dann noch nicht genug hatte nahm ich noch ein Stück vom Schoko/Praliné Tarte den hat mir Alexandra dann noch geschenkt. War mir eh wieder peinlich. sie schenken mir fast immer etwas.

    Und am 18. September jährt sich die Eröffnung des Ladens zum ersten Mal. Leider bin ich da nicht in Leipzig. So ein Pech auch. Was kann man zwei Menschen zum Firmenjubiläum schenken, wenn sie alles haben was einen Menschen glücklich macht?

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