Archiv für Juni 2008

Streunen? – Streuen!

Ich sollte weniger streunen, sondern mehr Zeit damit verbringen hier ein breiter gefächertes Angebot an Information zu bieten. Meine Suchstring beschränken sich in der Hauptsache auf luxemburgerli, luxemburgerli preis (immer nur ans geld denken die leut), luxemburgerli neue verpackung (ja es gibt eine neue Verpackung, ich wollte den Verpackungsturm bestehend aus allen Größen und Farben (so komisches braun, grün, rosa) fotografieren, hab mir dann aber gedacht, ne), elefantenrüssel, elefantenrüssel fisch und thomas podhostnik.

Mist jetzt hab ich schon wieder nicht gestreut.

Thema Schokolade also. In nächster Zeit ganz viel Schokolade. In dieser Kategorie werde ich es schwer haben, da die Konkurrenz sehr groß ist, aber ich scheue keine Mühe und biete allen die Stirn.

Ich habe ja schon einmal von diesem tollen kleinen Schoko-Laden namens La Chocolateria in der Querstraße in Leipzig berichtet. Zwei süße (in diesem Kontext darf man das sagen!) Französinnen betreiben den. Der Laden an sich ist nur winzig und klein, aber die Schokoladen da drinnen sind, sofern nicht wieder kurz vor mir Heuschrecken eingefallen sind und das ganze Angebot leergefuttert haben, ganz groß.

Es gibt Sachen die ich noch nie in dieser Form gesehen oder gegessen hab. Makronen mit allen möglichen leckeren Füllungen (da können die Luxemburgerli mir ihrer neuen Verpackung einpacken) drin. Zuletzt war da eine Creme aus weißer Schokolade, Aprikosen und Safran drinnen. In der Creme war noch mehr, aber ich mit meine Hirn und dann noch mit Schokoladeduft in der Nase, keine Chance mir etwas zu merken.

Mein absoluter Favorit derzeit ist dieses Pudding-Form-Ähnliche Ding (dessen Namen mir natürlich auch wieder entfallen ist , obwohl ich es schon zweimal genossen habe), das so gut schmeckt, dass man danach am besten gleich stirbt, denn etwas besseres wird man im Leben kaum finden. Es besteht in der Hauptsache aus dunkler Schokolade und was weiß ich noch alles und im Inneren ist ein Kern aus weißer Trüffel. Das wird im Backofen kurz erwärmt, damit der Trüffelkern schmilzt und dann noch warm gegessen. Jeder Löffel davon das Paradies. Mir kommen die Tränen, wenn ich an den Geschmack denke und weiß, dass ich noch zwei Wochen warten muss bis ich wieder die Chance bekomme es zu essen.

Dann gab es letztens ein Mango-Sorbet. In der Schale war dann noch ein Himbeer oder Erdbeer oder rotes Beer Sorbet. Ich konnte es geschmacklich nicht genau ausmachen, da das Mango-Sorbet so dominant war und die Meringuen und Makronen als Deko auch noch das Geschmackserlebnis in eine andere Richtung trieben.

Aber wisst ihr was das Allertollste sein wird? Jeden monatsletzten Sonntag geben sie einen Schokoladen-Brunch. Und ich bin in zwei Wochen das erste Mal an einem letzten Sonntag in Leipzig. Deshalb habe ich mich zu diesem Brunch angemeldet. Es hat sich auch bereits eine Gruppe von acht Leuten angesagt, ich werde da wohl in einem Eckchen sitzen und mich ruhig verhalten, kenne da ja niemanden, aber mein Schokoladen-Brunch und ich werden uns in diesem Moment wohl genug sein.

Frau Aschantinuss (ich muss was für die Searchstrings tun, deshalb diesmal ausgeschrieben) es tut mir echt leid, dass du da nicht dabei sein kannst. So leid. Dieses Erlebnis mit dir zu teilen, wäre der absolute Überhammer.

La Chocolaterie, Querstraße 27, 04103 Leipzig

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Emo

Eine Frage an meine mitlesenden Blogschreiberinnen und Blogschreiber (auch ehemalige), was versteht ihr unter Emo-Blogging? Ist es ein besonderer Zustand? Ist nicht jeder Blogeintrag ein Befindlichkeitsblogeintrag? Die sachlichen Blogs lassen wir jetzt außen vor, betrachten wir nur die persönlichen Blogs.

Angeregt wurde das Nachdenken darüber durch die kleine Diskussion hier.

Wie steht ihr dazu? Ist es eine Schublade? Darf man zwischen ernstzunehmenden und nicht ernstzunehmenden Schubladen unterscheiden? Ist nicht auch schon das Kategorisieren nach Jahrzehnten ein Schubladenverhalten?

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Danke Leipzig, das wäre aber nicht notwendig gewesen

Leipzig überrascht mich immer wieder. Normalerweise komme ich hier Freitags immer nach 22 Uhr am Bahnhof an und zu dieser Zeit sind die Läden hier, trotz ihrer großzügigen Öffnungszeiten, bereits geschlossen und ich bekomme keine Biomilch mehr im Reformladen.

Das trifft mich immer besonders hart, denn damit fällt das Kartoffelpüree zum Nachtessen und der Kakao zum Zmorge aus.

Gestern war aber alles ganz anders. Leipzig hat keine Kosten und Mühen gescheut und extra für mich eine riesige Willkommensparty am Bahnhof veranstaltet. Da war sehr viel Musik und die Läden am Bahnhof haben dafür ihre Öffnungszeit von 22 auf 24 Uhr verlängert. Extra für mich also Biomilch nach 22 Uhr. Ich war so perplex, ich war so gerührt, ich war so überwältigt, dass ich schnurstracks aus dem Bahnhofsgebäude rannte, ohne mir eine Flasche Milch zu kaufen. Ich wollte nicht, dass jemand meine Tränen der Rührung zu Gesicht bekommt.

Dann hatten die Leipziger aber weiter keine Kosten gescheut und mir sofort eine Straßenbahn zur Verfügung gestellt, als sie gesehen haben, dass ich meinen Weg zu Fuß fortsetzen wollte.

Das war dann aber noch immer nicht alles. Ganz Leipzig war wegen mir auf den Beinen und am Alexanderplatz stand ein riesiges Riesenrad (das haben diese Riesenräder so an sich, riesig zu sein) und sonst noch viele bunte Lichter und Getue. Im Vorbeifahren mit meiner Straßenbahn habe ich still in mich hinein gelächelt. So viel Aufwand für so eine kleine Person wie mich. Danke Leipzig.

Es war phantastisch. Ihr ward phantastisch. Einen kleinen Verbesserungsvorschlag hätte ich leider trotzdem noch anzubringen (ich bin ja eine Ähzezällerin), das nächste Mal malt bitte auch ein paar hübsche Transparente mit “Willkommen Daheim Ly” drauf und erwartet mich damit auf Bahnsteig 11. Das gäbe dem Ganzen einen persönlicheren Touch.

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