Streunen? – Streuen!
Ich sollte weniger streunen, sondern mehr Zeit damit verbringen hier ein breiter gefächertes Angebot an Information zu bieten. Meine Suchstring beschränken sich in der Hauptsache auf luxemburgerli, luxemburgerli preis (immer nur ans geld denken die leut), luxemburgerli neue verpackung (ja es gibt eine neue Verpackung, ich wollte den Verpackungsturm bestehend aus allen Größen und Farben (so komisches braun, grün, rosa) fotografieren, hab mir dann aber gedacht, ne), elefantenrüssel, elefantenrüssel fisch und thomas podhostnik.
Mist jetzt hab ich schon wieder nicht gestreut.
Thema Schokolade also. In nächster Zeit ganz viel Schokolade. In dieser Kategorie werde ich es schwer haben, da die Konkurrenz sehr groß ist, aber ich scheue keine Mühe und biete allen die Stirn.
Ich habe ja schon einmal von diesem tollen kleinen Schoko-Laden namens La Chocolateria in der Querstraße in Leipzig berichtet. Zwei süße (in diesem Kontext darf man das sagen!) Französinnen betreiben den. Der Laden an sich ist nur winzig und klein, aber die Schokoladen da drinnen sind, sofern nicht wieder kurz vor mir Heuschrecken eingefallen sind und das ganze Angebot leergefuttert haben, ganz groß.
Es gibt Sachen die ich noch nie in dieser Form gesehen oder gegessen hab. Makronen mit allen möglichen leckeren Füllungen (da können die Luxemburgerli mir ihrer neuen Verpackung einpacken) drin. Zuletzt war da eine Creme aus weißer Schokolade, Aprikosen und Safran drinnen. In der Creme war noch mehr, aber ich mit meine Hirn und dann noch mit Schokoladeduft in der Nase, keine Chance mir etwas zu merken.
Mein absoluter Favorit derzeit ist dieses Pudding-Form-Ähnliche Ding (dessen Namen mir natürlich auch wieder entfallen ist , obwohl ich es schon zweimal genossen habe), das so gut schmeckt, dass man danach am besten gleich stirbt, denn etwas besseres wird man im Leben kaum finden. Es besteht in der Hauptsache aus dunkler Schokolade und was weiß ich noch alles und im Inneren ist ein Kern aus weißer Trüffel. Das wird im Backofen kurz erwärmt, damit der Trüffelkern schmilzt und dann noch warm gegessen. Jeder Löffel davon das Paradies. Mir kommen die Tränen, wenn ich an den Geschmack denke und weiß, dass ich noch zwei Wochen warten muss bis ich wieder die Chance bekomme es zu essen.
Dann gab es letztens ein Mango-Sorbet. In der Schale war dann noch ein Himbeer oder Erdbeer oder rotes Beer Sorbet. Ich konnte es geschmacklich nicht genau ausmachen, da das Mango-Sorbet so dominant war und die Meringuen und Makronen als Deko auch noch das Geschmackserlebnis in eine andere Richtung trieben.
Aber wisst ihr was das Allertollste sein wird? Jeden monatsletzten Sonntag geben sie einen Schokoladen-Brunch. Und ich bin in zwei Wochen das erste Mal an einem letzten Sonntag in Leipzig. Deshalb habe ich mich zu diesem Brunch angemeldet. Es hat sich auch bereits eine Gruppe von acht Leuten angesagt, ich werde da wohl in einem Eckchen sitzen und mich ruhig verhalten, kenne da ja niemanden, aber mein Schokoladen-Brunch und ich werden uns in diesem Moment wohl genug sein.
Frau Aschantinuss (ich muss was für die Searchstrings tun, deshalb diesmal ausgeschrieben) es tut mir echt leid, dass du da nicht dabei sein kannst. So leid. Dieses Erlebnis mit dir zu teilen, wäre der absolute Überhammer.



aschantinuss sagte,
19. Juni 2008 @ 21:22
Es ist so gemein.
Es ist so gemein.
Es ist so gemein.
Obendrein gemein: Die Schokolade-Himbeer Creme, die ich mir aus Leipzig mitgebracht hatte, ist leer (Glas sauberer als Fensterscheiben je waren). Keiner hier weiß wie man Himbeermark und Edelschokolade zu einer homogenen Verbindung anregen kann (wozu haben die Physik studiert, wozu haben die Chemie studiert, wozu haben die Medizin studiert, wozu haben die eine HAK absolviert – naja, ich komme vom Thema ab)
Und du hast dort Mango Sorbet gegessen.
Und du gehst zu diesem Schokobrunch.
Womöglich wirst du eine Tasse von der Schokolade an sich dort trinken.
Und ich kann am monatsletzten Sonntag aus Wien nicht weg.
Apropos emo-blogging: soll ich dein Blog zum Spitzenreiter in Sachen “mein Leben ist so sinnlos und leer” machen, indem ich ein bisschen anfange zu beschreiben, wie es mir mit der Abwesenheit von La Chocolateria in meinem Leben geht? (Andererseits wie soll das wirken, solange “Hinterlasse einen Kommentar” in so einem unpassend fröhlichen hellgrün über meinem Kommentar steht. Diese Feng Shui – mäßig aufgezwungene Heiterkeit ist irgendwie auch deprimierend. Ich bin zu deprimiert, um überhaupt die Energie aufzubringen alle deprimierenden Umstände aufzuzählen. Wahrscheinlich würde die Schokolade an sich mir helfen. Aber ist halt nicht da. Muss ich mich halt damit abfinden. )
Es ist so gemein.
Es ist so gemein.
Es ist so gemein.
aschantinuss sagte,
19. Juni 2008 @ 22:26
Apropos sinnlos: Ich überarbeite gerade ein amerikanisches Handbuch (ich reduziere es von 700 Seiten auf die wesentlichen 3 Absätze) und bin gerade an der Stelle wo sie erklären, wie man bei der Personalplanung vorgeht, nämlich so:
“Ask:
- Who will do the work?
- How much time will it take?
- How much will it cost?”
Hach, das ist so herzerfrischend komisch. Vorallem der Teil mit dem “Who will do the work”. Wenn du willst borge ich es dir einmal.
tibits sagte,
19. Juni 2008 @ 22:32
Ja meine Liebste, so gemein ist das, jawoll. Wie gerne hätte ich dich da dabei gehabt, aber solange die nicht vom monatsletzten Sonntag auf einen anderen Sonntag wechseln (ich werde sie fragen, ob sie für dich ein Sonderbrunch veranstalten würden, wobei sie catern auch, stell die vor, wir zwei, in meiner Wohnung in Leipzig und zwei Französinnen die uns mit Schokolade verwöhnen, sobald ich schuldenfrei bin…) wird das ein Problem sein. Außer, ja außer du wechselst den Job, aber das ist ja mittelfristig nicht so gut.
Himbeeren in Schoko gab es letztens gar nicht. Das was ich zuletzt bekam, war Birne in Schoko. Wobei die Konsistenz, wohl durch den Saft der Birnen bedingt, etwas cremiger war, als jene des Himbeer-Schoko-Dingens.
Ob ich übrigens beim Schokobrunch auch eine Schokolade an sich trinken werde bin ich mir noch nicht im Klaren. Denn ich habe gesehen was es da alles so gibt, bis hin zu Crepes und bei so viel Schokolade ist dann die Trinkschokolade nicht mehr so exquisit zu genießen. Zudem ist es im Sommer bei Hitze sowieso schwer das warme Getränk runterzukippen. Aber vielleicht gibt es ja Eis-Trink-Schokolade. Das wäre natürlich eine Versuchung wert.
Ich sollte bei denen jetzt wirklich anfangen jeden Kurs den die beiden Französinnen in Sachen Schoko geben zu besuchen. Dann kann ich auf meine alten Tage in Wien gemütlich so einen Laden eröffnen und dich den ganzen Tag als meinen Gast verwöhnen.
)
Ich werde das nächste Mal erkunden was es so an Sachen zum Verschicken gibt und packe zur Abwechslung mal ein Care-Paket für dich.
Ach ja, noch was. Ich werde Bilder vom Brunch machen. Ich hoffe ich vergesse in meinem Schokorausch nicht darauf.
tibits sagte,
19. Juni 2008 @ 22:37
Ja bitte gerne. Aber nur deine Zusammenfassung. 700 Seiten, das könnte ich nur querlesen.
Who will do the work. Ja wer wohl?
In der Zeit in der sie sich die drei Fragen beantworten hätten andere die Arbeit wohl schon erledigt. ;o)
aschantinuss sagte,
19. Juni 2008 @ 22:49
Runterkippen. Ich seh schon man kann dich eigentlich nicht alleine zu diesem Schokobrunch lassen. Wie bitte schön willst du Schokolade an sich runterkippen. Da bildest du ja gar nicht schnell genug die Spucke zum Schlucken, abgesehen davon, dass Andacht den Weg zur Schokoerleuchtung weist. Aber was red ich da. Ich werde einfach sehen müssen, dass ich an einem der nächsten monatsletzten Sonntage nach Leipzig komme um dir zur Seite zu stehen. Hilft wohl nichts. Muss ich in den süßen Apfel beißen.
Ich hab gestern durch Differenzieren meiner Motivationskurve abgeleitet, dass mir mein Job noch maximal 2 Jahre ausreichend gefallen wird. Mal sehen wo ich dann hinziehe. Vielleicht miete ich mich einen Stock über dem Schokogeschäft ein. Vielleicht übersiedle ich aber auch in einen ganz anderen von meinen Tagträumen.
aschantinuss sagte,
19. Juni 2008 @ 22:59
Leider geht in meiner Zusammenfassung der humoristische Aspekt völlig verloren. Diese Passage ist ja auch toll:
“Holding a kick-off meeting with the client :
- Introduce the team
- Listen to and understand the client’s articulation of the issues, opportunities and risks
…”
Alleine, dass daran gedacht wird “and understand” als Anweisung in das Handbuch zu schreiben. Ich könnte da tagelang drüber lachen, wenn ich nicht die blöde Zusammenfassung fertig kriegen müsste.
tibits sagte,
19. Juni 2008 @ 23:05
Ich wusste im Moment als ich das Wort in die aus dem Hirn über die Tastatur hier reinklopfte (schon wieder *g*), dass es deine Aufmerksamkeit genau auf diese Weise an sich reißen wird. Das ist so schön. ;o)
Natürlich kippe ich keine Trink-Schokolade runter. Das wäre doch Frevel oder ganz schlechte Trink-Schokolade. Trotzdem ein Sonntag im La Chocolateria Schokoladen an deiner Seite kann sicher nicht schaden, um die Schokolade noch meditativer zu genießen.
2 Jahre ist übrigens eine sehr gute Zeitspanne. Das hast du schon vor 5 Jahren erkannt. Diese Zweijahrestagträume von dir sind jedenfalls immer sehr spannend anzusehen. Auch wenn sich manchmal der sehr flüchtige Eindruck eines DejaVus einstellt. Im Fernsehjargon würde man da wohl Wiederholung dazu sagen. ;o)
Übrigens gerade entdeckt. SPELLA Ist das eine Anspielung auf Bella?
tibits sagte,
19. Juni 2008 @ 23:10
“and understand” Also wenn der Client tiefsten texanischen Slang spricht, dann kann das unter Umstände ja doch ganz schön mühsam werden und dann ist es sehr wichtig in der Anleitung in der Kaffeepause noch einmal darauf hingewiesen zu werden.
Ich will aber nicht ausschließen, dass ich das jetzt komplett missverstanden habe. ;o)
aschantinuss sagte,
19. Juni 2008 @ 23:23
spella spielt sicher hauptsächlich darauf an, dass sie gleichzeitig verzaubern und rechtschreiben können. Und das ist ja schon ein großes Versprechen. Kann ich zum Beispiel nicht von mir sagen.
Naja, die zwei Jahre habe ich natürlich unter der Annahme errechnet, dass alle übrigen Faktoren konstant sind. Wenn ich wieder etwas anderes machen könnte (obwohl ich glaube ich habe hier schon alle Möglichkeiten durch) wäre natürlich die Motivationskurve gleich eine andere. Außerdem stehe ich ja dann oft vor dem Problem, dass meine Tagträume nicht so gastfreundlich sind, wie sie beim Träumen wirken. (Muss jetzt los die S-Bahn erwischen. Schlaf gut!!)