Emo

Eine Frage an meine mitlesenden Blogschreiberinnen und Blogschreiber (auch ehemalige), was versteht ihr unter Emo-Blogging? Ist es ein besonderer Zustand? Ist nicht jeder Blogeintrag ein Befindlichkeitsblogeintrag? Die sachlichen Blogs lassen wir jetzt außen vor, betrachten wir nur die persönlichen Blogs.

Angeregt wurde das Nachdenken darüber durch die kleine Diskussion hier.

Wie steht ihr dazu? Ist es eine Schublade? Darf man zwischen ernstzunehmenden und nicht ernstzunehmenden Schubladen unterscheiden? Ist nicht auch schon das Kategorisieren nach Jahrzehnten ein Schubladenverhalten?

3 Kommentare »

  1. Wolfdietrich sagte,

    7. Juni 2008 @ 17:14

    Das alles ist definitions sache.
    Was ist emo? Was sind schubladen?
    wer ist ernst?

    Bei derlei Dingen verschwimmen bereits Grezen die nie wrklich gesetzt wurden.

    und ja es ist alles voller Schubladen, Töpfe und Fächer in diedem Leben.

  2. tibits sagte,

    7. Juni 2008 @ 17:39

    Oh, Wolfdietrich. Du bringst mich immer wieder zum Lachen. ;o)

  3. Nina sagte,

    7. Juni 2008 @ 17:43

    Also, ich habe absolut nichts gegen Schubladen mit einem Augenzwinkern, im Gegenteil, ich bediene die sogar mit Vorliebe. Allerdings scheue ich mich meist davor, allzu spezifische Schubladen außerhalb ihres Themenkreises zu verwenden, weil das leicht missverstanden werden kann. Zumindest im Vorbeigehen.
    Beispiel: Wenn ich im Kreise von Quantenphysikern ironische Kommentare über die Quantenphysikerszene mache, werden diese vermutlich von den meisten verstanden. Wenn ich hingegen in einer Gesprächsrunde zum Thema “Kochen nach Großmutters Rezept” mit Quantenphysikerwitzen daherkomme, werden mich alle nur groß anschauen und vermutlich nichtmal erkennen, dass das Witze sind, sondern meinen, ich wolle ihnen jetzt irgendwelche Weisheiten aufs Aug drücken.

    Es ist nicht so, dass ich deine Bemerkung bierernst genommen hätte, lieber Himmel, nein. Ich habe es also nicht als Beleidigung oder dergleichen aufgefasst, aber doch als analytisches Statement. Also nicht in dem Sinne “Hoho, jetzt lass ich einen die Blogger-Sprache ironisierenden Kommentar ab!”, sondern im Sinne von “Ah, ja klar, dieser Beitrag entspricht folgender Blogger-Kategorie…”

    Womit ich jetzt wieder sehr viel mehr Wind um eine Nichtigkeit gemacht hätte, als ich eigentlich vorgehabt habe. Der langen Rede kurzer Sinn: Mir war deine Ironie in Richtung Blogger-Sprech nicht aufgefallen.

    Welchen Schluss kann man also daraus ziehen? Man darf auf jeden Fall ironisierend Schubladen verwenden, sollte dies aber im eigenen Sinne so tun, dass man damit auch verstanden wird. Um es frei nach Josef Hader zu pointieren: Man geht besser nicht zum Jahrestreffen der diabetischen Kurden und fragt dort nach türkischem Honig.

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