Wien war kalt…

Manchmal gewinne ich mittlerweile den Eindruck, dass ich nur noch nach Wien fahre um meine masochistische Ader ausleben zu können. Fegefeuer, Hölle, … gibt es noch andere Namen dafür? Bitte mich nicht falsch zu verstehen, ich kreide das nicht Wien an, es ist ein Problem mit meiner selbst. Wien an sich ist schon eine schrecklich nett morbide Stadt. Wien hat Ecken und Kanten. In Wien merkt man, dass man mit jeder Minute ein bisschen mehr stirbt.

Touristen fühlen das selten, denen wird mit all den Sehenswürdigkeiten dermaßen der Kopf vollgedröhnt, dass sie auf der feinen Ebene der Gefühle nicht spüren. Sie würden es spüren, wenn sie länger hier wären, aber das sind sie selten.

Diesmal war es ein Pflichtbesuch. Mein Reisepass ist abgelaufen und ich musste einen neuen beantragen. Den bekomme ich leider nicht zugeschickt, da ich den alten ja trotz Ablauf noch brauchte. Sonst würde man mich ja nie und nimmer in die Schweiz einreisen lassen. Deshalb muss ich übernächstes Wochenende noch einmal nach Wien. Außer Plan. Dafür werde ich danach erstmal längere Zeit Wien fern bleiben. Es tut mir leid für all die mir liebsten Menschen da. Davon gibt es ja doch ein paar. Ich vermisse euch sehr.

2 Kommentare »

  1. aschantinuss sagte,

    26. März 2008 @ 13:14

    Wien kann für das Kalt nichts dafür. Ich war am Wochenende in Holland, wo die Winterlichkeit herkam (auf der Wetterkarte als ein blauer Bogen erkennbar) und da war es mindestens so kalt und so wind. Brrrrrrr.

    Aber an Feiertagen ist Wien immer ein bisschen leer und unbewohnt. Wenn man da nicht richtig etwas vorhat, für das man ganz ohne Geschäfte, Leute und Lokale auskommt, kann es schon sein, dass man minutenweise stirbt. Man müsste das Katholische im Staat samt den katholischen Feiertagen abschaffen (wer auf Ostern steht kann sich ja Urlaub nehmen) und stattdessen zu richtigen Anlässen wie Susan Sontag Geburtstag (oder sowas) frei geben, dann hätte man gleich ganz eine andere Stadt (und einen Volksaufstand natürlich auch.)

  2. tibits sagte,

    27. März 2008 @ 00:17

    Naja, das Kalt war ja eher im metaphorischen Sinne gemeint. Ich saß in der warmen Wohnung oder lag unter der warmen Decke im Bett und hab die Kälte draußen beobachtet, jedoch drinnen gefühlt.

    Es freut mich jedenfalls zu hören, dass du in den tollen Niederlanden warst. Gib’s zu du wolltest den Boden für die Fußballer aufbereiten. ;o) Ich war da auch sehr oft. Von Düsseldorf ist es ja nur ein Katzensprung nach Amsterdam oder an die Nordsee. Aber ohne Düsseldorf, keine Nordsee mehr. Fehlt mir ein wenig. Im speziellen Domburg und Alkmaar.

    Apropos Geburtstag, da fällt mir ein ich muss noch Nathan gratulieren.

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