Ich traue mich
So, morgen ist es soweit. Es geht nach Angoulême. Das wird mein erster Aufenthalt in Frankreich unter ganz vielen Franzosen. Hier in Bern gibt es ja auch ganz viele französischsprachige Schweizer, aber das ist nicht das selbe. Hier gibt einem die Gewissheit, dass Deutsch die erste Amtssprache ist ein Gefühl der Sicherheit.
Ich traue mich also zum ersten Mal in das Land, dessen Sprache ich nicht mal ansatzweise spreche. Und von dessen Leuten man immer wieder behauptet, dass sie außer Französisch keine andere Sprache sprechen wollen. Beweist mir bitte das Gegenteil ihr lieben Französinnen und Franzosen. Zeigt mir, dass ihr mich lieb habt.
Ich wollte ja immer schon mal nach Frankreich, so wie ich auch schon immer mal nach Kanada wollte. Zu beidem hat es bisher nicht gereicht. Auf der einen Seite kam die Angst durch, auf der anderen Seite war da so ein großer Teich und es ist auch so weit weg. Nicht, dass ich nicht schon weit weg war. Australien, Thailand, Amerika, Afrika sozusagen jeder Kontinent wurde von meiner Anwesenheit schon erschüttert.
Nur nach Frankreich da traute ich mich bisher nicht hin. Und jetzt gleich vier Tage und meine eigentlich dafür engagierte Dolmetscherin wurde krank und kann nicht mitfahren. Ich habe Ersatz gefunden, aber die spricht kein Französisch. Wobei es nicht so schlimm ist, denn meine Ersatzdolmetscherin ist zum Glück nicht krank geworden und ist auch dabei, aber sie ist keine Französin. Wir werden uns schon durchschlagen.
Wirke ich panisch? Bin ich nicht. Und wer es trotzdem behauptet dem streck’ ich die Zunge raus. ;oP



Wolfdietrich sagte,
23. Januar 2008 @ 17:06
bon voyage.