Archiv für Januar 2008

Bruises

The money you gave me
never could save me
nor could it change me
but baby
the bruises you gave me
they made me.

- The Real Tuesday Weld -

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Ich traue mich

So, morgen ist es soweit. Es geht nach Angoulême. Das wird mein erster Aufenthalt in Frankreich unter ganz vielen Franzosen. Hier in Bern gibt es ja auch ganz viele französischsprachige Schweizer, aber das ist nicht das selbe. Hier gibt einem die Gewissheit, dass Deutsch die erste Amtssprache ist ein Gefühl der Sicherheit.

Ich traue mich also zum ersten Mal in das Land, dessen Sprache ich nicht mal ansatzweise spreche. Und von dessen Leuten man immer wieder behauptet, dass sie außer Französisch keine andere Sprache sprechen wollen. Beweist mir bitte das Gegenteil ihr lieben Französinnen und Franzosen. Zeigt mir, dass ihr mich lieb habt.

Ich wollte ja immer schon mal nach Frankreich, so wie ich auch schon immer mal nach Kanada wollte. Zu beidem hat es bisher nicht gereicht. Auf der einen Seite kam die Angst durch, auf der anderen Seite war da so ein großer Teich und es ist auch so weit weg. Nicht, dass ich nicht schon weit weg war. Australien, Thailand, Amerika, Afrika sozusagen jeder Kontinent wurde von meiner Anwesenheit schon erschüttert.

Nur nach Frankreich da traute ich mich bisher nicht hin. Und jetzt gleich vier Tage und meine eigentlich dafür engagierte Dolmetscherin wurde krank und kann nicht mitfahren. Ich habe Ersatz gefunden, aber die spricht kein Französisch. Wobei es nicht so schlimm ist, denn meine Ersatzdolmetscherin ist zum Glück nicht krank geworden und ist auch dabei, aber sie ist keine Französin. Wir werden uns schon durchschlagen.

Wirke ich panisch? Bin ich nicht. Und wer es trotzdem behauptet dem streck’ ich die Zunge raus. ;oP

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Menschen sind selten das was sie sind, sondern meist so wie andere sie sehen.

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Bastelstunde – endlich

Werkzeug und ÜbeltäterIch habe es getan. Ich habe es getan! ICH HABE ES GETAN!

Er hat mich heute einmal zu oft geärgert. Da war’s um ihn geschehen. Ich habe ihn kurzerhand narkotisiert und aufgeschnitten. Dabei kamen seltsame Dinge zum Vorschein. Eine Schraube lag da an einen der beiden Sturzdetektormagneten gefesselt. Eine größere Schraube lag genau da wo sich der Einschaltknopf befindet eingekeilt zwischen Motherboard und Deckel. Zwei Kleinteile spukte er noch aus als ich ihn in die Bauchlage brachte. Dann habe ich erstmal ergründet wo die Schrauben herkamen und sie dann halbrichtig an ihren angestammten Platz verfrachtet. Halbrichtig war aber nicht ganz richtig. Nach der Naht hatte die Tastatur einen Hügel. Sehr unergonomisch. Deshalb noch mal die Naht öffnen. Die Schrauben nun richtig platzieren. Die lange raus und die kurze an ihre Stelle. Der Hügel war damit beseitigt und der Fixierung des DVD-Laufwerkes tut es keinen Abbruch, dass ihr eine Schraube unterschlagen wurde. Das klingt jetzt alles sehr kompliziert und ja es war kompliziert. Ich habe geschwitzt und gebangt und gehofft und gezittert.

ÜbeltäterAm Ende weiß ich nun, dass zwei Befestigungen gebrochen sind und ich viele lockere Schräubchen festgezogen habe. Sogar der Bildschirm ist jetzt endlich wieder fest und nicht so locker wie vorher.

Mein PowerBook ist jetzt jedenfalls wieder halbwegs heile. Das Trackpad arbeitet normal (ja, auch das Verbindungskabel zur Tastatur und dem Trackpad war gelockert) und die Tasten bringen mir wieder jene Buchstaben auf den Schirm die sie sollen. Er schaltet sich nicht mehr willkürlich auf Pause und auch der Einschaltknopf ist nun wieder ein Einschaltknopf beim ersten Gedanken an das Einschalten. Investition: zwei Torx Schraubendreher, viel Herzblut und eine Anleitung von iFixit, statt 300 Franken beim Apfel-Doktor.

Und ich, ja ich bin glücklich. Zwar kopfwehig und rückenwehig, aber das ist eine andere Geschichte.

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