Die Schweiz, die SVP, die Rechten und die Linksautonomen

Ich bin ja jetzt quasi so im Nachhinein gesehen richtig froh zufällig an diesem Wochenende nicht in Bern gewesen zu sein. Am Freitag bei meiner Abfahrt habe ich schon gesehen, dass es am Samstag eine Großkundgebung geben wird und dachte noch, welch Glück, dass ich das nicht mitbekomme. Üblicherweise, wenn ich über das Wochenende in Bern bleibe, bin ich Samstag Nachmittag zum Einkaufen in der Innenstadt. Ich wäre also mitten unter den Demonstranten gelandet und hätte mich dann wahrscheinlich auch unter Tränen wieder entfernt.

Der Wahlkampf der derzeit in der Schweiz abgehalten wird (die Wahlen finden am 21. Oktober 2007 statt), ist wie schon so oft, geprägt von Rassismusdebatten. Ausländer raus ist die Parole wie wir sie auch aus Österreich und Deutschland kennen, natürlich sind damit angeblich nur Ausländer aus Drittländern gemeint die straffällig wurden. Aber wer die Schweiz ein bisschen kennt, weiß, dass da mehr dahinter steckt. Ein ewig währender Kampf gegen einige angeblich sehr rechts stehende SVP-Politiker und eine Gesellschaft die traditionell der bäuerlich-bürgerlichen Klasse angehört. Und dann brach auch noch die Schäfchen-Kampagne der SVP ins Land. Hier noch das Video des in diesem Artikel angesprochenen TV-Moderators. Ich habe es nicht ganz durchgestanden, aber vielleicht schafft ihr es.

Ich kann in diesem Land nur stiller Beobachter sein und weder für noch gegen die Schweiz/Schweizer sprechen. Ich bin viel zu kurz in diesem Land und habe mich auch immer aus der Politik herausgehalten. Ich bin ja nicht wahlberechtigt und auch wenn ich aus einem EU-Land komme für die Behörden ein Ausländer.

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