Die Flut

Ich kann nicht schlafen. Ich bin hundemüde von der vielen Arbeit der letzten drei Tage und dann das. Es regnet seit heute Nachmittag ununterbrochen. Wobei Regen wohl nicht der richtige Ausdruck ist. „Bringt mir mal die Arche Noah“, würde es besser treffen. Es will auch irgendwie nicht aufhören zu regnen. Es soll die nächsten Tage munter so weitergehen. Für morgen haben sie uns zudem auch nur noch 9 Grad angesagt.

Grundsätzlich ist man dann ja bei solchen Regenmassen darauf vorbereitet, dass es da und dort zu Überschwemmungen kommt. Gerade hier in Bern ist ja das Mattequartier ganz unten bei der Aare besonders anfällig dafür. Da haben sie zwar mit Schleusen einen gewissen Hochwasserschutz, aber was nutzt das, wenn wieder, wie vor zwei Jahren schon, so viel Schlamm und Holz in der Aare mitschwimmt, dass die Schleusen verstopfen und die Häuser bis in die erste Etage unter Wasser stehen.

Und ja, gerade vor einer Stunde wollte ich mal früh schlafen gehen, die Autos sind aber wegen der Wassermassen auf der Straße besonders laut, sodass ich nicht einschlafen konnte und dann heulen auch noch die Sirenen mit dem Song „Unmittelbare Gefahr“ los. Mein erster Gedanke ist dann immer jetzt ist eins der Atomkraftwerke geplatzt und suche in Gedanken schon die Jodtabletten, die ja jede gemeldete Person in der Schweiz die näher als x km zum nächsten Atomkraftwerk wohnt, gratis bekommt. Aber heute kann ich die mal getrost in der Lade lassen (die sind sowieso auch unnötig wie ein Kropf *haha*) und stattdessen die Schwimmflügel suchen gehen. Arme Mattemenschen und sonstige Nah am Fluss-Wohner. Die bekommen heute garantiert keinen Schlaf mehr.

Zudem hoffe ich, dass die unten beim Tierpark im Dählhölzli neben der Aare die dort ansässige Tierpopulation evakuiert haben.

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