Archiv für Juni 2007

Schilf

…Dummerweise unterrichtet keiner dieser Filme darüber, was man in so einer Grundsituation denken und fühlen soll. Und erst Recht nicht darüber, wie man mit einem Drei-Wörter-Satz umzugehen hat. Es sind immer Drei-Wörter-Sätze die das Leben des Menschen entscheidend verändern. Ich liebe dich. Ich hasse dich. Vater ist tot. Ich bin schwanger. … Nach einem Drei-Wörter-Satz ist man allein wie der erste oder der letzte Mensch auf Erden…

Juli Zeh – Aus ihrem neuen im August erscheinenden Roman Schilf

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Und wieder Bern, und wieder Wortspenden

Es wird Zeit für ein neues Wort.

Ich habe es vor einiger Zeit in den 20 Minuten gelesen (manchmal lese ich das wirklich), jene Tageszeitung die es hier an jeder Bushaltestelle gratis gibt. Da ist viel Werbung drinnen. Auf jeden Fall gibt es täglich ein Horoskop, zwei Sudokus, vier farbige Cartoons und die Wetteraussichten für die nächsten drei Tage auf einer ganzen Seite in mundgerechten Häppchen serviert.

Ab und an findet man da auch Nachrichten drinnen und ganz zu weilen auch mal ein neues Wort.

Da ich in letzter Zeit so geizig mit Worten war, möchte ich mich heute nicht lumpen lassen und präsentiere gleich zwei Novitäten. *beifallschulterklopfenfröhlicheskopfnicken*

Das erste Wort hat anfänglich nicht nur mich verstört, sondern auch die Schweizer die ich nach der Bedeutung selbigen Wortes gefragt habe. Erst der Duden konnte uns richtig erklären um was es eigentlich geht.

Das Wort im Kontext: „Jemand futiert sich um seine Gäste.“ Ja, die Interpretationen dieses Satzes waren mannigfaltig. Bis hin zu „Jemand -biep- auf seine Gäste.“ Ist ja gar nicht so abwegig wenn man weiß, und hier ist gleich ein drittes Wort, vorweggenommen vor dem zweiten, dass das Fütli hierzulande der Hintern ist. Ich weiß, da gibt es andernorts andere Interpretationen, aber die lassen wir hier mal außssen vor.

Ok, zurück zu futiert. Was sagt der Duden dazu? Der Duden sagt: futiert – sich nicht kümmern. Ist also ein Wort französischen Ursprungs. Ein positives Einwort mit einer negierenden Aussage, oder so. Ein Wort jedenfalls wie es im deutschen Sprachraum nicht vorkommt. Oder kennt jemand ein deutsches Wort mit welchem man ohne „nicht“ einen negativen Zustand beschreiben kann?

Der Satz bedeutet also, Jemand kümmert sich nicht um seine Gäste.

Jetzt aber zum zweiten Wort, das ist tatsächlich wohl aus dem Berndütsch entliehen: Ein währschaftes Maitannli.
Das Maitannli muss ich hoffentlich nicht erklären. Wenn doch, es handelt sich um die Maitanne oder in unseren Breiten besser bekannt unter Maibaum. Aber währschaftes. Das war für mich eine Knacknuss die meine Kollegin aber ohne mit der Wimper zu zucken knackte. Ich war erstaunt. Sie ist nämlich keine Schweizerin und schon gar keine Bernerin, nur einfach schon länger hier als ich.

Währschaftes bedeutet so viel wie stattlich. Also, ein stattlicher Maibaum.

So das ist jetzt aber genug für heute, mir schwirrt der Kopf, denn ich hatte heute viel zu viel zu konzentriert zu arbeiten.

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Einmal Himmel und zurück – Düsseldorf – Leipzig – Düsseldorf

Ja, wieder einmal. Aber nachdem am Samstag in der Wohnung in Düsseldorf alles vom Maler abgedeckt war und er dann auch noch um 1/2 9 in der Früh samt Werkzeug in der Tür stand, habe ich noch schnell die beiden auf eBay nicht verkauften Wohnzimmersessel (mit Hilfe des Malers) ins Auto gestopft und zum Sperrmüll gebracht (kostet hier in Düsseldorf 10 Euro) und mich danach zusammengepackt und bin schnurstracks mit dem gemieteten Auto nach Leipzig gefahren (der Wagen fuhr 215, eine Premiere für mich, beim Selberfahren habe bisher nur 205 geschafft). Einziger heckmeck war das eingebaute Navi, das hat mich Nerven gekostet. Das wollte ständig anders fahren als ich wollte und einmal habe ich nachgegeben und statt der Autobahn eine sehr langweilige Fahrt durch viel Landschaft gemacht und dabei auch noch der documenta in Kassel einen Kurzbesuch im Vorbeifahren abgestattet.

Wie ich im Radio hörte lohnt sich ein Besuch der documenta sowieso nicht. Zu oberflächlich, angeblich.

Jedenfalls kam ich glücklich am Samstag gegen 17 Uhr in Leipzig an. Ging noch einkaufen. Kochte mir eine Suppe. Schaute eine kurze DVD und fiel dann irgendwann als es noch sehr hell war ins Bett. Das erster Erwachen hatte ich dann um 1:30. Kurz in Isabellas Liebe zum Flügelhorn lesen. Dann gleich weiterschlafen. Um vier war ich wieder wach und dachte jetzt ist es sicher vorbei mit der Müdigkeit. Aber weit gefehlt ich fiel gleich wieder um und erwachte erst wieder um 10 Uhr.

Was sagt uns das. Ly war müde. Sehr müde. Und das Bett in Leipzig ist wie aus Wolken. Dazu noch die offene Stimmung der Stadt und mir geht es gut. Ja und jetzt, jetzt bin ich wieder in Düsseldorf und morgen (äh, heute) jagt ein Termin den nächsten. Ich gehe schlafen. Gute Nacht.

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Luxemburgerli

Luxemburgerli Wo war ich? Ah.

Warum Luxemburgerli? Klingt ja gar nicht nach Schweiz und ist es doch.

Einst kam ein Zuckerbäcker aus Luxemburg nach Zürich…

Ich hab noch immer Probleme mit den Bildern, aber eines Tages habe ich auch die Zeit das zu lösen und noch vieles Anderes dazu.

Wie man sieht, bin ich gerade dabei die Sache mit den Bildern auszusortieren. Ein Klick auf das Bild bringt übrigens eine etwas größere Darstellung des Bildes. Es gibt sicher noch elegantere Lösungen, aber soweit ich das gesehen habe sind diese Lösungen alle sehr browserabhängig. Deshalb bleibe ich jetzt mal bei der reinen HTML/Style-Sheet-Lösung bis ich was wirklich wasserdichtes finde.

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Kein Feiertag

Heute ist hier in Bern kein Feiertag.

Deshalb fahren hier auf der Straße auch viel weniger Wecker-Autos.
Ergo, habe ich verschlafen.

Mir kam übrigens in den Sinn, dass ich noch gar nicht erklärt habe warum dieses Blog, welches eigentlich in der Hauptsache über die Schweiz berichten soll, Luxemburgerli heißt.

Wer es nicht googeln mag, heute Abend mehr. Oder auch nicht. Es ist du Crux mit den Bildern, die mich derzeit sehr behindert.

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